ARTIKEL: Lichter der Hoffnung. Junge Menschen bauen Frieden in der Welt
23. Dezember 20252025
7. Januar 2026
INTERNATIONALE PRÄSENZ UND BEGLEITUNG
CHIAPAS
AUGUST
- Wir waren Beobachter:in einer Straßenblockade des Kollegtivs “Madres en Resistencia” (Mütter im Widerstand), nachdem der Gouvernateur Chiapas, Eduardo Ramírez, kurzfristig ein Treffen mit ihnen abgesagt hatte.
- Wir halfen bei einem Event der Organisation “Colibres Movilidades Libres y Elegidas” (Kolobris freie und selbstbestimmte Mobilität) auf dem sie ihren Bericht “Caminos Vigilados: vigilancia digital de personas en movilidad y personas defensoras en la frontera Sur de México” (Überwachte Wege: Digitale Überwachung von Personen in Mobilität und ihren Verteidiger:innen) vorstellten.
- Wir unterstützen beim Forum, “La desaparición de personas y el deber del Estado en la búsqueda y localización” (Das Verschwindenlassen von Personen und die Pflicht des Staates zur Suche und Lokalisation) vom Internationalen Roten Kreuz in San Cristóbal de Las Casas.
- Wir waren präsent bei einem Event in Tuxtla Gutiérrez der Arbeitsgruppe “Contra la Desaparición en Chiapas” (gegen das Verschwindenlassen in Chiapas), auf dem gegenüber des Regierungspalasts Fotografien, Suchplakate, Blumen und Kerzen aufgestellt und eine Pressemitteilung verlesen wurde, in der es hieß: “im Gegensatz zu anderen Regionen Lateinamerikas, ist das Verschwindenlassen von Personen in Mexiko kein Problem aus der Vergangenheit, sondern eine sich Jahr um Jahr verschärfende Krise”.
- Wir begleiteten einen Protestzug des Kollegtivs “Madres en Resistencia“ (Mütter im Widerstand) in Tuxtla Gutiérrez zum Anlass des internationalen Tages der Opfer des Verschwindenlassens.
SEPTEMBER
- Wir nahmen Teil am fünften Treffen der “Jornadas regionales: Por el Derecho a la Verdad, Justicia y Reparación” (Regionalen Tagung: Für das Recht auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung) für Familienangehörige verschwundengelassener Personen, durchgeführt in San Cristóbal de Las Casas.
- Zweimal waren wir am Protestcamp des Kollektivs Madres en resistencia (Mütter im Widerstand) gegenüber der Staatsanwaltschaft Chiapas, um die Umsetzung einer Reihe von Einigungen zu fordern.
- Wir begleiteten eine Pilgerung in San Cristobal de las Casas (Mehr als 20 Pilgerungen fanden gleichzeitig in verscheidenen Gemeinden statt), die Frieden in Palästina forderte. Die Aktion war organisiert vom Bistum San Cristobal de Las Casas.
- Als Beobachter:in begleiteten wir das Kollektiv Madres en Resistencia (Mütter im Widerstand) bei Versammlungen mit der Regierung und der Staatsanwaltschaft von Chiapas.
OKTOBER
- Wir zeigten Präsenz auf einer Veranstaltung in der Fakultät für Menschenrechte in der Autonomen Universität Chiapas (UNACH) in San Cristóbal de Las Casas, die eine Gedenktafel für den chol- Indigenen Antonio González Méndez einweihte, der Unterstützer der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) war und am 18. Januar 1999 in der Geminde Sabanilla verschwunden gelassen wurde. Die Veranstaltung geschah im Einklang mit einem Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte (IGMR) vom August 2024.
- Am Internationalen Tag der Mädchen waren wir anwensend bei der Gemeinschaftsaktion “Tejiendo nuevas prácticas de cuidado colectivo” (Erschaffen neuer Praktiken für die kollektive Betreuung) in San Cristóbal de Las Casas, durchgeführt von der Organisation Melel Xojobal gemeinsam mit den Mädchen und Jugendlichen selbst.
- Am 19. und 20. Oktober begleiteten wir Aktivitäten in San Andres Larrainzar um dem ersten Jahrestag der Ermordung des tsotsil- Priesters Marcelo Pérez Pérez zu gedenken und weiterhin Gerechtigkeit in seinem Fall zu fordern.
- Am Tag der Toten halfen wir bei der öffentlichen Aktion “Der ungestrafte Tod” organisiert von Melel Xojobal um den Tod zu verurteilen und der Kinder und Jugendlichen, die “nicht hätten sterben sollen” durch Gewalt, Vernachlässigung und Straflosigkeit in Chiapas zu gedenken.
- Wir begleiteten eine Aktivität, bei der Dutzende von Sympathistant:innen der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) einen Altar auf dem Plaza Catedral in San Cristóbal de Las Casas errichteten, um “denjenigen zu gedenken, die ihr Leben für Würde, Land und Freiheit gaben”.
INFORMATION UND AUSBILDUNG ZUM HANDELN
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
- Im November, gemeinsam mir einer zivilen Beobachtungsmission, bestehend aus Europaparlamentarier:innen und verschiedenen europäischen Organisationen, hielten wir Versammlungen ab mit Mitgliedern des Nationalen Migrationsinstituts und der Mexikanischen Kommission für Geflüchtetenhilfe in Tapachula. Auch das Migrationszentrum Siglo XXI wurde besucht.
- Ebenfalls in November folgten wir der Einladung der Europäischen Union und nahmen Teil an der zweiten Konferenz, “Juventud, Paz y Seguridad” in Brüssel, Belgien.
BILDUNG ZUM FRIEDEN
AUGUST
- Wir teilten eine Analyse mit im Handwerk arbeitenden Frauen, die mitmachen im Kollektiv “Mujeres de Maíz” (Frauen des Mais). Sie stammen aus veschiedenen Gemeinden aus Los Altos und der Selva Norte.
- Wir hielten eine Präsentation zum politischen und gesellschaftlichen Kontext der Region Chiapas und San Cristóbal de Las Casas für die neuen Teilnehmer:innen des deutschen Welthaus- Programms.
SEPTEMBER
- Mit einem Vortrag nahmen wir Teil an den Events anlässlich des 20. Jahrestages der Escuela de Paz de Servicios y Asesoría para la Paz (Friedensschule für Dienst und Beratung zum Frieden) (SERAPAZ) in Mexiko- Stadt.
- Gemeinsam mit anderen zivilen Organisationen veranstalteten wir einen Workshop mit Vertreter:innen der Kirchengemeinde in Las Margaritas.
OKTOBER
- Wir teilten eine Analyse mit den Handwerksfrauen, die Teil sind des Kollektivs Mujeres de Maíz (Fraues des Mais) und aus verschiedenen Gemeinden aus Los Altos und der Selva Norte stammen.
NOVEMBER
- Wir teilten eine Analyse mit Anhänger:innen des “Núcleo” (Kerns), einer Analyseinstanz der Diözese San Cristóbal de Las Casas.
VERNETZUNG
- Mindestens einmal im Monat halfen wir bei Plenarversammlungen und der Kommission der Artikulation zum Frieden in Chiapas, Slamalil Kinal. Im Oktober, gemeinsam mit Mitgliedern eben dieser Plattform, rufen wir auf und veranstalten gemeinsam ein Treffen von Organisationen der Zivilgesellschaft, die etwa 80 Personen zusammenbringt.
- Zweimal im Monat halfen wir bei operativen Besprechungen des Movimiento de los Pueblos por la Paz y la Justicia (Bewegung der Dörfer zum Frieden und der Gerechtigkeit) (MPPJ).
- Monatlich halten wir virtuelle Versammlungen ab zum Acompañamiento a Personas Civiles Desarmadas (Begleitung von unbewaffneten Zivilpersonen) (USP/A) – Praxisgemeinschaft.
- Wir versammeln uns weiterhin mit verschiedenen Organisationen, die mitarbeiten im Projekt “Fortalecimiento de las capacidades de autoprotección de las organizaciones defensoras de derechos humanos y comunidades de Chiapas” (Stärkung der Fähigkeit zur Selbstverteidigung von Organisationen von Menschrechtsverteidiger:innen und den Gemeinschaften Chiapas), die wir gemeinsam mit Voces Mesoamericanas und Huridocs leiten.
- Im November veröffentlichte El Obse einen neuen Bericht, der das erste Halbjahr 2025 umfasst.
- Als Mitglied der Plataforma por la construcción de la paz en México (Plattform zur Konstruktion des Friedens in Mexiko), nahmen wir Teil an monatlichen Versammlungen zur Analyse und Reflektion der sich als sinnvoll erwiesenen Aufgaben. Im Oktober waren wir Mitveranstalterin und Teilnehmerin eben jener Plattform in San Cristóbal de Las Casas, Chiapas. Anlässlich dieses Events wurde zudem eine Pressekonferenz mit Representant:innen der Plattform abgehalten, in welcher die Diskrepanzen zwischen dem öffentlichen Friedensdiskurs und der Lebensrealität in Chiapas und des ganzen Land stark kritisiert wurde.
- Im August nahmen wir Teil am Tercer Encuentro Presencial (dritten Presenztreffen) der Lerngemeinschaft physischer Verteidigung, “Intercambiando saberes para la protección física de personas, colectivos y comunidades que promueven y defienden Derechos Humanos en América Latina” (Wissensaustausch zur physischen Verteidigung von Personen, Kollektiven und Gemeinden, die die Menschenrechte in Lateinamerika vorantreiben und verteidigen) in San José Costa Rica.
- In August und November waren wir Teil der Analyse zur Sicherheit in San Cristóbal de Las Casas, an der verschiedene Organisationen teilnehmen, die in der Stadt ansässig sind oder arbeiten.
- Im September erhielten wir Besuch von verschiedenen Mitgliedern des Comité Central Menonita (CCM) in Chiapas.
- In September, Oktober und November nahmen wir Teil an Versammlungen mit Vertreter:innen von Pfarrbezirken, die Teil der Begleitkommission des Kongresses der Mutter Erde sind, dieser ist Bestandteil der Sozialpastoral der Diözese San Cristóbal de Las Casas.
- Im Oktober nahmen wir Teil an einer Versammlung von Teilnehmer:innen der Plataforma Global para la prevención de los conflictos armados (Globale Plattform der Vorbeugung von bewaffneten Konflikten) (GPPAC ist die Abkürzung gemäß des englischen Namens).
- Im November nahmen wir Teil an der Vorbereitung und Durchführung einer zivilen Beobachtungsmission, die sich zusammensetzte aus Europaparlamentarier:innen und verschiedenen europäischen Organisationen. Sie wird koordiniert von der Plataforma por la Paz y los derechos humanos México – Unión Europea (Plattform für Frieden und Menschenrechte Mexiko – Europäische Union), welche zu diesem Anlass auch verschiedene mexikanische Bundesstaaten besuchte, unter anderem Chiapas.
- Im Oktober partizipierten wir am Forum für den Frieden in Paris, Frankreich, im Panel “Fortalecimiento de las redes juveniles para defender la paz y la democracia global” (Stärkung der Vernetzung von Jugendlichen zur Verteidigung des Friedens und globaler Demokratien).
- Im November nahmen wir auf Einladung der Comisión de Apoyo a la Unidad Comunitaria y la Reconciliación (Kommission zur Unterstützung des Zusammenhalts der Gemeinschaft und Versöhnung) (CORECO) Teil am Treffen der Konstrukteure des Friedens, das in der Gemeinde Siberia, in Chanal stattfand.