SIPAZ hat ab 2005 begonnen, seine Arbeit auf die Staaten Oaxaca und Guerrero auszuweiten. Diese beiden Staaten gehören zusammen mit Chiapas sowohl zu den Ärmsten des Südostens Mexikos als auch des ganzen Landes. Wir finden dort dieselben strukturellen Ursachen vor, die auch den Aufstand der EZLN in Chiapas auslösten: die wirtschaftliche, soziale und politische Marginalisierung, die Diskriminierung und der Rassismus aufgrund jahrhundertelangem internem und externem Kolonialismus und Repression sowie dieselben Menschenrechtsverletzungen. Obwohl während dieser Zeit die Besorgnis der nationalen und internationalen Zivilgesellschaft eher auf Chiapas konzentriert war, litten die sozialen, indigenen und Bauernorganisationen in anderen Staaten wie Oaxaca und Guerrero ebenso unter Drohungen, Gewalt und Militarisierung ohne dass Stimmen der Anklage laut wurden. Die Türen zur Straflosigkeit standen offen.
Auch wenn Oaxaca und Guerrero heute in der Berichterstattung der Medien viel sichtbarer geworden sind, ist die direkte Gewalt, welcher die Staaten des Nordens ausgesetzt sind, in den Medien wesentlich präsenter als die strukturelle Gewalt, welche die Menschen in diesen drei Bundesstaaten erfahren. Deshalb ist es für SIPAZ weiterhin wichtig, die Ursachen und Konsequenzen der soziopolitischen Konflikte sowie die Antworten auf diese sichtbar zu machen, um die lokale, nationale und internationale Gemeinschaft in ihrer Suche nach gewaltfreien Antworten auf diese zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Um nicht nur die Kontexte anzuprangern, in denen die Repression konstant geblieben ist, sehen wir es als sinnvoll an, die sich in diesen Staaten entwickelten alternativen Prozesse bekannt zu machen und zu ihrer Vernetzung beizutragen.

16. Januar 2014

2013

31. Januar: Gemeindevorstände aus vier Munizipien der Region Costa Chica, welche drei Wochen zuvor die Waffen gegen das organisierte Verbrechen erhoben hatten, schließen sich zum „Volkstribunal“ […]
11. Januar 2013

2012

9. Januar: Die Nationale Menschenrechtskommission (CNDH) gibt einen Bericht heraus, in welchem das Fehlverhalten der Behörden bei den Ereignissen vom 12. Dezember 2011 deutlich wird. Die […]
6. Februar 2012

MIGRATION

Das Phänomen Migration ist in Guerrero von großer Relevanz: Es ist der Bundesstaat mit der drittgrößten Binnenmigration und der fünftgrößten Emigration aus Mexiko. Nach Daten des […]
6. Februar 2012

SU 5 – Land

Das Land: Gegensätzliche Vorstellungen Die mit Land und Boden verbundenen Vorstellungen sind bei der indigenen Bevölkerung unterschiedlich von denen der mestizischen. Die indigenen Gemeinden betrachten es […]
6. Februar 2012

SU 4 – Gesundheitsversorgung

Hinsichtlich des Rechts auf Gesundheitsversorgung (d.h. die Verfügung über eine Krankenversicherung) belegt Guerrero mit 53,3% den drittletzten Platz auf nationaler Ebene (INEGI 2010). In Guerrero gibt […]
6. Februar 2012

SU 3 – Bildung

In Guerrero können viele Menschen, vor allem Indígenas und verstärkt die Frauen, ihr Recht auf Bildung aus verschiedenen Gründen nicht in Anspruch nehmen. Die Armutssituation zwingt […]
6. Februar 2012

SU 2 – Wohnraum

Guerrero ist einer der marginalisiertesten Bundesstaaten, was den Zustands des zur Verfügung stehenden Wohnraums betrifft. 19,58% des Wohnraums hat weder ein Abwassersystem noch Sanitäranlagen. In 4,38% […]
6. Februar 2012

SU 1 – Einkommen

54,94% der Familien leben von bis zu 2 Mindesteinkommen. In Guerrero liegen die jährlichen Durchschnittslöhne bei 66.222 mexikanischen Pesos pro Person, während der nationale Durchschnitt bei […]