SIPAZ hat ab 2005 begonnen, seine Arbeit auf die Staaten Oaxaca und Guerrero auszuweiten. Diese beiden Staaten gehören zusammen mit Chiapas sowohl zu den Ärmsten des Südostens Mexikos als auch des ganzen Landes. Wir finden dort dieselben strukturellen Ursachen vor, die auch den Aufstand der EZLN in Chiapas auslösten: die wirtschaftliche, soziale und politische Marginalisierung, die Diskriminierung und der Rassismus aufgrund jahrhundertelangem internem und externem Kolonialismus und Repression sowie dieselben Menschenrechtsverletzungen. Obwohl während dieser Zeit die Besorgnis der nationalen und internationalen Zivilgesellschaft eher auf Chiapas konzentriert war, litten die sozialen, indigenen und Bauernorganisationen in anderen Staaten wie Oaxaca und Guerrero ebenso unter Drohungen, Gewalt und Militarisierung ohne dass Stimmen der Anklage laut wurden. Die Türen zur Straflosigkeit standen offen.
Auch wenn Oaxaca und Guerrero heute in der Berichterstattung der Medien viel sichtbarer geworden sind, ist die direkte Gewalt, welcher die Staaten des Nordens ausgesetzt sind, in den Medien wesentlich präsenter als die strukturelle Gewalt, welche die Menschen in diesen drei Bundesstaaten erfahren. Deshalb ist es für SIPAZ weiterhin wichtig, die Ursachen und Konsequenzen der soziopolitischen Konflikte sowie die Antworten auf diese sichtbar zu machen, um die lokale, nationale und internationale Gemeinschaft in ihrer Suche nach gewaltfreien Antworten auf diese zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Um nicht nur die Kontexte anzuprangern, in denen die Repression konstant geblieben ist, sehen wir es als sinnvoll an, die sich in diesen Staaten entwickelten alternativen Prozesse bekannt zu machen und zu ihrer Vernetzung beizutragen.

31. März 2012

INDIGENE BEVÖLKERUNG

In Bezug auf den Anteil an indigener Bevölkerung befindet sich der Bundesstaat Oaxaca auf dem 1. Platz Mexikos. Von seinen 3.405.990 Einwohnern sind 34,2% indigener Herkunft […]
3. Januar 2012

2011

11. Januar 2011: Alba Cruz, Anwältin und Menschenrechtsverteidigerin aus Oaxaca, bekommt eine SMS mit Einschüchterungen. Die Nachricht kommt von demselben Mobiltelefon, von dem aus Drohungen gegen […]
3. Januar 2011

2010

13. Januar: Die Mitglieder der Kommission der Vermittlung zwischen der Revolutionäre Volksarmee (EPR) und der Bundesregierung beschlossen, wieder zu beleben und erweitern Sie den Auftrag, die […]
4. Januar 2010

2009

10. Januar 2009: Ruben Valencia Nuñez, Mitglied von VOCAL, die Teil der APPO sind, wird Opfer eines Mordversuchs im Zentrum von Oaxaca-Stadt. 12. Januar 2009: Die […]
2. Januar 2009

2008

30. Januar 2008: Rosalino Díaz Barrera, Kleinbauer aus San Blas Atempa, wird von einer Polizeipatrouille aufgegriffen. Am nächsten Tag wird seine Leiche mit klaren Spuren von […]
2. Januar 2008

2007

1. Januar 2007: 20 Gemeinden der Region der Triqui schließen sich zum Autonomen Landkreis San Juan Copala zusammen, der nach indigenen Traditionen und Gebräuchen regiert werden […]
2. Januar 2007

2006

14. Juni 2006: Der gewaltsame Angriff auf das Protestcamp, das die Sektion 22 der SNTE seit dem 22. Mai im historischen Zentrum von Oaxaca aufgeschlagen hatte, […]
2. Januar 2006

2005

1. Januar 2005: Die Bevölkerung von San Blas wirft die von Agustina Acevedo Gutiérrez angeführte offiziellen Landratsbehörde aus dem Amtsgebäude und gründet den „Autonomen Volksrat von […]
3. Januar 2005

2004

18. März 2004: Eine Gruppe Unbekannter schießt auf José Murat, der leichte Verletzungen davon trägt. Kriminaltechnische Untersuchungen legten jedoch nahe, dass der Gouverneur den Anschlag selbst […]