2025
7. Januar 20262025
7. Januar 20262025
17. Januar: Repressionen gegen Einwohner:innen, die gegen die Einrichtung einer Mülldeponie protestierten, werden zurückgewiesen.
21. Januar: Arnoldo Nicolás Romero, Ejido-Kommissar und Verteidiger im Isthmus von Tehuantepec, wird ermordet.
9. Februar: Agrarbehörden der Zentralen Täler lehnen den Zapotekischen Verkehrskorridor ab.
13. Februar: Drei Mitglieder der UCIZONI werden in San Juan Mazatlán ermordet.
24. Februar: UCIZONI schließt ihre Büros aufgrund anhaltender Bedrohungen im Konfliktgebiet zwischen Santo Domingo Petapa und San Juan Mazatlán.
28. Februar: Cristino Castro Perea, Umweltverteidiger und Mitglied des Kollektivs Defensores Ambientalistas de Barra de la Cruz, wird ermordet.
4. März: Demonstrationen fordern Ergebnisse im Fall Sandra Domínguez.
8. März: Polizeikräfte unterdrücken Demonstrationen zum 8. März, indem sie Gummigeschosse und Tränengas gegen Frauen einsetzen.
11. März: Die Verteidigerin Silvia Pérez Yescas von der Organisation Ciarena zeigt an, dass sie Opfer von Bedrohungen und Vertreibung wurde.
3. April: Ein Anschlag sowie der Diebstahl von Dokumentationsausrüstung gegen den Fotojournalisten David Peralta werden angezeigt.
10. April: In Santa María Atzompa findet das Zweite Forum zur Verteidigung des Territoriums und des kollektiven Eigentums in Oaxaca statt.
22. April: Belästigung und Kriminalisierung von umweltverteidigenden Gemeinden im Isthmus von Tehuantepec, die sich gegen die Durchsetzung des Interozeanischen Korridors stellen, werden angeprangert.
22. April: Das Haus der triqui-Verteidigerin Emelia Ortiz García wird gewaltsam durchsucht.
28. April: Nach sechsmonatiger Suche werden in Veracruz die Leichen der indigenen Mixe-Aktivistin und Anwältin Sandra Estefana Domínguez Martínez sowie ihres Ehemanns Alexander Hernández Hernández gefunden. Beide galten seit dem 8. Oktober 2024 als verschwunden, kurz nachdem Sandra Behörden der Regierung von Oaxaca wegen geschlechtsspezifischer Gewalt gegen indigene Ayuuk-Frauen angezeigt hatte.
26. Mai: 33 Organisationen der Zivilgesellschaft legen einen Bericht vor, in dem sie die schwere Menschenrechtskrise in Oaxaca anprangern.
15. Juni: Die Bürgermeisterin von San Mateo Piñas, Lilia Gema García Soto, wird durch Schüsse ermordet.
20.–22. Juni: Die Erste Zivile Beobachtungsmission in Eloxochitlán de Flores Magón findet statt und dokumentiert Kriminalisierung sowie juristische Verfolgung mit mehr als 200 Haftbefehlen gegen 56 Personen.
22. Juni: Der zapotekische Journalist Ignacio Santiago zeigt die willkürliche Festnahme zweier seiner Bodyguards durch die Staatspolizei in Juchitán an.
25. Juni: Ein zweiter Einbruch in die Büros von Ciarena wird angezeigt.
15. Juli: 20 Organisationen und Kollektive aus Oaxaca veröffentlichen eine Erklärung zur alarmierenden Krise, unter der die Jugend im Bundesstaat leidet.
15. Juli: Bundeskräfte belästigen Othón Vargas, Mitglied der Organisation Ciarena A.C., in seinem Wohnhaus.
17. Juli: Mehr als 40 soziale und gewerkschaftliche Organisationen schließen sich erneut zusammen, um an der “Versammlung zur Rekonstruktion der sozialen Bewegung in Oaxaca“ teilzunehmen.
9. August: Mehr als 150 Vertreter:innen indigener Gemeinden und 17 soziale Organisationen nehmen am “Regionalforum: Verteidigung des Territoriums und Autonomie gegenüber Megaprojekten“ in Santo Domingo Tehuantepec teil.
15. August: Mitglieder verschiedener sozialer Organisationen mobilisieren in der Stadt Oaxaca und fordern die Freilassung des Umweltverteidigers Pablo López Alavés aus San Isidro Aloapam (Sierra Norte), der seit 15 Jahren wegen der Verteidigung des Territoriums und der natürlichen Ressourcen seiner Gemeinde inhaftiert ist.
26. August: Der Journalist Álvaro Medina Sánchez, Direktor des digitalen Mediums Correo Mixteco, zeigt eine Aggression sowie einen Versuch der Entwendung seiner Arbeitsausrüstung durch den Bruder von Yessica Cruz Ortiz, Bürgermeisterin von San Andrés Dinicuití an.
30. August: Anlässlich des Internationalen Tages der Opfer des Verschwindenlassens marschieren Suchkollektive und zivilgesellschaftliche Organisationen in der Hauptstadt von Oaxaca, um mangelnde Sensibilität und Gleichgültigkeit der Behörden anzuprangern.
13. und 14. September: In San Cristóbal de las Casas, Chiapas, findet ein regionales Treffen statt, an dem mehr als 30 Ejidos, Gemeinden und Organisationen aus Oaxaca, Guerrero und Chiapas teilnehmen, um über Megaprojekte in indigenen Territorien zu diskutieren.
19. Oktober: Der Journalist Francisco Abigail Hernández wird während einer Berichterstattung im Isthmus Opfer von Bedrohungen und Informationsblockaden durch Gemeindepolizei und Marine.
30. Oktober: Oaxaca führt die Liste der Bundesstaaten mit der höchsten Gewalt gegen Menschenrechtsverteidiger:innen an; 29,4 % der Morde im letzten Jahr ereigneten sich in diesem Bundesstaat, laut dem Monitoring “Todos sus Nombres, Todas sus Luchas 2025“.
11. November: Verschiedene soziale, akademische und gemeinschaftliche Organisationen veranstalten in Oaxaca das Forum Parlamento Abierto Ciudadano unter dem Motto “Für die Wassergesetzgebung, die Mexiko braucht“, und fordern die volle Anerkennung der Wasserrechte indigener Völker.
25. November: Im Rahmen des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen organisieren Frauen Aktionen, um auf die Gewalt aufmerksam zu machen, die sie in und aus ihren Territorien heraus erleben.
30. November: Cándido Santiago, Anführer des triqui-Volkes und Mitglied der Bewegung Movimiento de Unificación y Lucha Triqui Independiente (MULTI), wird ermordet.
13. Dezember: Angehörige der Völker Ñuu Savi, Nahua und Ingiwa kommen im mixtekischen Ort Chazumba zu einem Informationsforum über die Gefahren des Bergbaus für die Gemeinden in Oaxaca und Puebla zusammen und lehnen in diesem Rahmen das extraktive Modell ab.
