
ARTIKEL: Internationale Begleitung – ein Instrument, das trotz verändernder Bedingungen relevant bleibt
19. Juni 2026INTERNATIONALE PRÄSENZ UND BEGLEITUNG
CHIAPAS
FEBRUAR
- Wir waren bei der Vorstellung des Buches „Chicomuselo: Der Kampf für das Leben und das Territorium“ anwesend, einem Dokumentationsprojekt, das den mehr als zwanzigjährigen Organisations- und Widerstandsprozess der Bewohner:innen dieser Gemeinde gegen den Bergbau in ihrem Gebiet festhält.
- Wir nahmen an der Gesprächsrunde „Ja zum Leben! Nein zur Enteignung!“ in San Cristóbal de las Casas teil. Dort bekräftigten Bewohner:innen von Chilón und anderen Gemeinden im Norden des Bundesstaates, die vom Bau der Autobahn San Cristóbal–Palenque betroffen sind, Mitglieder der Bewegung zur Verteidigung von Leben und Territorium (MODEVITE) sowie Menschenrechtsorganisationen und Umweltverteidigerinnen ihre Ablehnung des Projekts. Anlass war eine zivile Beobachtungsmission im Bereich der Bauarbeiten.
MÄRZ
- Wir begleiteten das Kollektiv „Madres Buscadoras“ (Suchende Mütter) bei einem Treffen mit dem Bischof der Diözese San Cristóbal de las Casas, Monsignore Rodrigo Aguilar Martínez.
- Wir begleiteten verschiedene Aktivitäten in San Cristóbal de las Casas anlässlich des Internationalen Frauentages.
- Wir waren als Beobachter:innen bei der Pressekonferenz anwesend, auf der das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (Frayba) in Tuxtla Gutiérrez öffentlich den Fall von Óscar Trinidad Carbajal vorstellte. Er war im November 2025 ohne ersichtlichen Grund festgenommen und von Sicherheitskräften, insbesondere der Soforteinsatztruppe Pakal (FRIP), gefoltert worden.
- Wir nahmen an der öffentlichen Vorstellung des dritten Berichts von „El Obse“ teil, einer Beobachtungsstelle für Angriffe auf Menschenrechtsverteidigerinnen und Journalistinnen. Ziel ist es, die Gewalt- und Unsicherheitssituation sichtbar zu machen, mit der diese Gruppen in Chiapas aufgrund ihrer Arbeit konfrontiert sind.
- Wir waren bei der Eröffnung eines Büros des Menschenrechtszentrums Selva Negra in Rayón anwesend.
APRIL
- Wir nahmen an mehreren Sitzungen des vom Zapatistischen Heer der Nationalen Befreiung (EZLN) einberufenen Seminars „Der Sturm innen und außen aus Sicht der zapatistischen Gemeinschaften und Völker“in San Cristóbal de las Casas teil.
MAI
- Wir nahmen an der vierteljährlichen Versammlung des Pueblo Creyente der Diözese San Cristóbal de las Casas teil.
- Wir beteiligten uns an einem sektorübergreifenden Treffen, das von der International Crisis Group organisiert wurde, einer Organisation, die Konflikte untersucht, Kriegsprävention betreibt und politische Strategien zur Verringerung humanitärer, sozialer und wirtschaftlicher Folgen entwickelt. Das Treffen fand in San Cristóbal de las Casas statt.
- Wir nahmen am Ersten Lateinamerikanischen Treffen zur Volksbildung im Kontext menschlicher Mobilität teil, das in San Cristóbal de las Casas unter Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen aus dem gesamten Kontinent stattfand.
- Wir begleiteten die Prozession von Gläubigen der Pfarrei Chalchihuitán, die die Einführung eines Alkoholverbots sowie Maßnahmen gegen den Verkauf und Konsum von Alkohol und Drogen in der Region forderten.
- Auf Einladung des Solidaritätszentrums Tsomanotik nahmen wir am bäuerlichen Treffen „Uns bilden, um uns zu verändern – uns verändern, um zu bilden“in Tzimol teil.
- Wir beteiligten uns an einem Treffen mit Vertreter:innen der pastoralen Zonen, die Teil der Nachfolgekommission des Kongresses der Mutter Erde sind, einem Bereich der Sozialpastoral der Diözese San Cristóbal de las Casas.
- Wir nahmen an einer Veranstaltung der Madres Buscadoras in San Cristóbal de las Casas zum Muttertag teil, die unter dem Motto stand: „Wir wollen keine Weltmeisterschaft, wir wollen unsere Töchter und Söhne zurück nach Hause!“
INFORMATION UND BILDUNG FÜR HANDLUNGSFÄHIGKEIT
FRIEDENSBILDUNG
FEBRUAR
- Wir teilten eine Situationsanalyse mit Kunsthandwerkerinnen des Kollektivs Mujeres de Maíz, die aus verschiedenen Gemeinden der Regionen Los Altos und Selva Norte stammen.
MÄRZ
- Wir führten in Tuxtla Gutiérrez einen Workshop zur Stärkung der inneren Widerstandskraft mit vertriebenen Personen aus der Grenzregion durch.
- Wir teilten eine Situationsanalyse mit Mitgliedern der pastoralen Nachfolgekommission für die Mutter Erde der Diözese San Cristóbal de las Casas.
- Gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen leiteten wir einen Workshop zu verschiedenen Aspekten der Positiven Konflikttransformation für Vertreter:innen der Pfarrei Las Margaritas.
- Wir teilten eine Situationsanalyse mit rund hundert Mitgliedern der Pfarrversammlung von Chalchihuitán.
- Wir führten eine Analyse mit Jugendlichen durch, deren Mütter dem Kollektiv Mujeres de Maíz angehören und aus verschiedenen Gemeinden der Regionen Los Altos und Selva Norte stammen.
APRIL
- Auf Einladung der Kommission für Einheit und Gemeindliche Versöhnung (CORECO) führten wir einen Sicherheitsworkshop mit Friedens- und Versöhnungsakteur:innen durch.
MAI
- Wir führten einen Workshop zur Rolle der Frau in der Gesellschaft durch, organisiert von der Pfarrei Chalchihuitán.
INTERNE FORTBILDUNG
- Wir nahmen an einem von der Fundación Acceso geleiteten Workshop zum Thema digitale Überwachung und Spionage teil.
VERNETZUNG UND KOORDINATION
- Mindestens einmal im Monat nahmen wir an Plenarsitzungen und Kommissionstreffen der Friedensallianz Slamalil Kinal in Chiapas teil.
- Alle zwei Wochen nahmen wir an operativen Treffen der Bewegung der Völker für Frieden und Gerechtigkeit (MPPJ) teil.
- Wir hielten Treffen mit Organisationen ab, die am Projekt „Stärkung der Selbstschutzkapazitäten von Menschenrechtsorganisationen und Gemeinden in Chiapas“mitwirken, das wir gemeinsam mit Voces Mesoamericanas, SweFOR und Huridocs koordinieren. Im März veröffentlichte dieses Netzwerk einen neuen Bericht.
- Als Mitglieder der Plattform für den Aufbau des Friedens in Mexiko beteiligten wir uns an monatlichen Analyse- und Reflexionstreffen, die auf Erfahrungen aus der Praxis basierten.
- Im Februar nahmen wir an einem Treffen der Partnerorganisationen der Global Partnership for the Prevention of Armed Conflict (GPPAC) teil. Im Mai beteiligten wir uns an einem Einführungsworkshop zum Thema „Klimawandel, Frieden und Sicherheit“.
- Im April nahmen wir an einem von Pax Christi International einberufenen Treffen teil, das den Start des neuen Projekts „Weberinnen und Weber der Hoffnung in Zeiten des Übergangs zu einem Leben in Harmonie“ für Lateinamerika markierte.
- Ebenfalls im April nahmen wir an einem Online-Treffen der Plattform Frieden und Menschenrechte teil, an dem Organisationen aus Mexiko und der Europäischen Union beteiligt waren.




