La Parota
Im Jahre 2003 waren die Bauern dieser Region durch die Errichtung eines Wasserkraftwerkes der " La Parota " im Süden von Acapulco betroffen und gründeten den Rat der Ejidos und Gemeinden in Opposition zur Parota " Consejo de Ejidos y Comunidades Opositores a la Parota " (CECOP).
In den 4 Jahren dieser Bewegung haben sie erreicht, dass die Versteigerung ( die schon im Gange gewesen war ) der Nationalen Elektrizitätswerks " Comisión Federal de Electricidad " (CFE) an Privatfirmen für den Bau des Wasserkraftwerks annulliert wurde und ebenso wurde die mexikanische Regierung am Erlassen eines Zwangsenteignungsdekrets gehindert.
Die gesetzliche Front (auf gesetzlicher Ebene)
Von 2005 an veranstalteten sie mehrere Versammlungen, um für oder gegen die Umsetzung des Projektes abzustimmen. Der CECOP, welcher vom " Menschenrechtszentrum Tlachinollan " beraten wird, griff wieder auf den legalen Weg zurück, um die Versammlungen in vier Gemeinden (Cacahuatepec, Los Cuajes, La Palma und Dos Arroyos) rechtlich anzufechten, da in diesen die Bauern angeblich ihr Einverständnis zu ihrer Landenteignung und der damit verbundenen Ausbeutung gegeben hätten. Im Jahre 2006 legten sie der CECOP mehrere Resolutionen vor, die der CFE und jeder weiteren bundesstaatlichen Behörde die Einmischung in diesen Gemeinden bezüglich jeglicher Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerksprojekt untersagt, solange die Gerichtsverfahren nicht abgeschlossen sind.
Neben den Resolutionen wurde die Bundesregierung und die CFE beschuldigt, nach wie vor Gerätschaften einzuführen, welche für den Bau von den zur Erbauung des Dammes benötigten Strassen genutzt werden. Am 12. Dezember 2007 wurde der CFE von einer Bundesrichterin angeordnet, die Arbeiten an dem Wasserwerksprojektes einzustellen, welches die CECOP als einen Sieg bezeichnete.
Die internationale Front (auf internationaler Ebene)
Seit ihrer Gründung hat die CECOP erreicht, dass ihr Kampf des Landschutzes auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene bekannt wurde. Im März 2006 zum Beispiel hat die CECOP ihren Fall vor das TLA ( Lateinamerikanisches Wassertribunal, Tribunal Latinoamericano del Agua ) gelegt, eine internationale Instanz für Umweltgerechtigkeit im ethischen Sinne, welche sich gegen den Bau des Staudammes stellte und die Suspension des Projektes nahe legte.
Mehrere Instanzen der UNO haben ihre Besorgnis ausgesprochen und die Regelwidrigkeit des Projektes angeklagt. Rodolfo Stavenhagen, Sonderberichterstatter der Meschenrechtssituation und der fundamentalen Freiheiten der indianischen Völker, verurteilt die " Misshandlungen und Verstöße gegen die indianischen Bauern des Staates Guerrero, welche sich gegen die Durchführung des Projektes auf ihrem Land und den damit verbundenen Repressalien von La Parota stellen, auf dessen Ausführung der Staat besteht ohne ein freies Einverständnis der Bevölkerung zu berücksichtigen.” (August 2006)
Im Mai 2006 hat das Komitee für ökonomische soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen" Comité de los Derechos Económicos, Sociales y Culturales de las Naciones Unidas " seine Bedenken bezüglich des Mangels an der Rücksprache mit den indianischen Gemeinden bekündet, wie auch bezüglich der umweltlichen Verschlechterung, welche dieses Projekt mit sich zieht.
Anfang März besuchte Amerigo Incalcaterra, der Repräsentant des Menschenrechtsbeauftragten der Vereinten Nationen" Alto Comisionado de las Naciones Unidas por los Derechos Humanos " in Mexiko, , das Territorium von La Parota um sich mit der betroffenen Bevölkerung in den Gemeinden Garrapatas und Tasajeras zu versammeln und stellen den Mangel an Information und die diesbezügliche nichtvorhandene klare Rücksprache des Projektes fest.
Amnesty International dokumentiert seit 2004 die Gewaltakte der Repressalien von " La Parota " im Umfeld dieses Projektes, besonders die Ermordung dreier Personen und die Verletzungen und Todesdrohungen gegen einen lokalen Aktivisten. Die Organisation ( La Parota ) hat keine Ahnung, daß es Fortschritte in den offiziellen Recherchen über diese Vorfälle gibt.
El Carrizalillo
El Carrizalillo ist eine Gemeinde, die zum Gemeindebezirk Eduardo Neri in der Region Tierra Caliente gehört. Vor 10 Jahren begannen Bergbauunternehmen in ihr 1200 Hektar grosses Gebiet zu kommen. 970 Hektars befanden sich nach kurzer Zeit in deren Händen. Ein widerrechtlicher Vertrag für die " Ejidatarios " (Betroffenen) wurde unterzeichnet. Man rechnet damit, daß das Unternehmen im ersten Jahr einen Gewinn von 126 Millionen Dollars erzielte, währenddessen viele Leute dieses Gemeindebezirks nicht einmal Licht, Trinkwasser, den Zugang zu einer Klinik oder Schulen haben.
Die Gemeinde begann zu realisieren, dass die wirtschaftlichen Erträge des Unternehmens ( Vorhersage für die nächsten 10 Jahre : 2 Millionen Dollar ) verglichen mit den " Vorteilen " für das Volk sehr unausgewogen waren.
Am 8. Januar 2007 entschloss sich die Gemeinde in der Permanenten Versammlung der Ejidatarios uns Arbeiter von Carrizalillo "Asamblea Permanente de Ejidatarios y Trabajadores del Carrizalillo" zu organisieren und ihre Rechte einzufordern. Man errichtete eine Art Blockade vor dem Haupteingang der Mine, die von dem Unternehmen Luismin abgebaut wird ( Mitglied der multinationalen kanadischen Vereinigung Goldcup, die Minen in Mexiko, Zentralamerica, Brasilien und Argentinien hat).
Am 25. Januar 2007 vollzog sich eine polizeiliche Aktion mit dem Ziel, die Demonstrierenden zu vertreiben. Viele wurden geschlagen und für 3 Stunden eingesperrt. Nichtsdestotrotz kehrten sie nach kurzer Zeit wieder zurück, um den Weg zu blockieren. Aufgrund der Entschlossenheit der Bevölkerung, wurden Verhandlungen eingeleitet.
Am 1. April erreichte man ein einheitliches Einverständnis, welches im Wesentlichen vorteilhaft für die Gemeinde Carrizalillo ist, aber vor allem wurde eine Basis erschaffen, um eine gerechtere Beziehung zwischen dem Unternehmen und den eigentlichen Landbesitzern zu ermöglichen.
Umweltschützer in der Sierra de Petatlan
Die Verbindung zwischen den regionalen Caciques ( Klanchefs ), den Behörden und den Militärkommandos, den Drogenhandel miteingeschlossen, veranschaulichen den Kontext, in welchem die " Campesino " - Umweltschützer aus der Sierra de Petatlán und Cocuyo de Catalán am kämpfen sind.
Die Präsidentin der Frauenorganisation der Berge von " Organización de Mujeres de la Sierra de Petatlán y Coyuca de Catalán ", Celsa Baldovinos, ist die Ehefrau von Felipe Arreaga, einem Campesino - Umweltschützer, der 2005 ungerechtfertigter Weise inhaftiert wurde. Sie schufen eine Organisation um gegen die Verschmutzung und die Rodung, hervorgerufen durch das illegale und inmoderate Holz Fällen, zu kämpfen. Heute zählt die Organisation ungefähr 60 Frauen aus verschiedenen Gemeinden.
Sie führen mehrere Projekte zur Wiederaufforstung von Roten Zedern durch, Kampagnen zur Säuberung der Wälder und Flüsse, um die Brände einzudämmen, die die Region immer wieder verwüstet, Gemüseprojekte, an denen die gesamte Familie teilnimmt und die den Ansporn zur Wiedererlangung einer autarken Selbstversorgung repräsentiert. Man erschuf eine " Caja de Ahorro " ( Sparkasse ), von der man sich in einem Notfall Geld leihen kann, welches mit nur 5% Zinsen berechnet wird. Denjenigen, welche sich nicht an der " Sparkasse " beteiligen, berechnet man einen leicht höheren Zinssatz und die daraus resultierenden Einnahmen kommen den Projekten der Organisation zu Gute.
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