A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z #

A

Abejas, Bienen

Christlich pazifistische Gruppe, überwiegend katholisch, im Bezirk Chenalho, Hochland von Chiapas. Sie stellen dieselben Forderungen wie die Zapatisten, unterstützen aber keinen bewaffneten Kampf. Die 45 Opfer des Massakers in Acteal im Dezember 1997 waren Mitglieder der "Abejas”.

Abkommen 169 der Internationalen Arbeiterorganisation (ILO)

Abkommen über indigene Völker in unabhängigen Ländern, das 1989 von der ILO verabschiedet wurde. Mexiko hat es 1990 ratifiziert. Es stellt Normen, Rechte und Garantien für die Anerkennung und den Respekt gegenüber indigener Völker auf. Es ersetzt das vorherige Abkommen No.107, das paternalistisch und vereinnehmend orientiert war.

Acteal

Gemeinde im Bezirk Chenalho und Ort des Massakers am 22. Dezember 1997, wo 45 Frauen, Kinder und Männer starben. Das Massaker wurde von Paramilitärs durchgeführt, die der PRI angehören.

Abkommen von San Andrés

Abkommen zwischen der mexikanischen Regierung und der EZLN, die im Februar 1996 in der Gemeinde San Andrés Larrainzar unterschrieben wurden. Diese Abkommen zum Thema indigene Rechte und Kultur wurden bis heute nicht erfüllt. Ihre Erfüllung ist eine der wichtigsten Forderungen der mexikanischen indigenen Bewegungen. Für die Zapatisten und die Mitglieder des Nationalen Indigena Kongress (CNI) sind sie gültiges Gesetz (das heisst, sie orientieren sich daran und versuchen es umzusetzen)

Aguascalientes

Von zapatistischen Gemeinden aufgebaute Zentren zivilen Widerstands. Orte für Treffen zwischen Zapatisten und Zivilgesellschaft in den Konfliktzonen. Es exisitierten fünf Aguascalientes: La Garrucha, Morelia, Oventic, La Realidad und Roberto Barrios. Im August 2003 hat sie die EZLN durch "Caracoles" ersetzt. In den Caracoles sitzen die Juntas der Guten Regierung.

AI
Amnesty International

Internationale Nichtregierungsorganisation für die weltweite Überwachung der Einhaltung der Menschenrechte sowie für die Untersuchung und Anklage bei Missbrauch

ALCA
(Amerikanisches Freihandelsabkommen)

Wirtschaftsplan mit neoliberalem Zuschnitt, durch den der gesamte amerikanische Kontinent von Alaska bis Feuerland zu einer Freihandelszone gemacht werden soll. Er ist fragwürdig, da er vor allem den Interessen grosser wirtschaftlicher Weltmächte und der US Regierung dient.

ALIANZA CIVICA

Unabhängige Organisation, die in allen Gesellschaftsschichten die Teilnahme der Bevölkerung an demokratischer Entwicklungen fördert.

Alianza por México/Allianz für Mexiko

Politischer Zusammenschluss der Grünen Partei Mexikos (PVEM) und der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI). Der Präsidentschaftskandidat dieser Allianz für 2006 ist Roberto Madrazo Pintado der PRI.

ALTERMUNDIALISTA

Bewegung, die die Suche nach politischen, sozialen und wirtschaftlichen Alternativen zum dominanten neoliberalen Modell fördert. Sie wurde seit den Protesten gegen die Welthandelsorganisation (OMC) in Cancun im September 2003 mit diesem Namen getauft, ist aber auch bekannt als Bewegung gegen Neoliberalismus oder Bewegung der "Globalifobicos" (als negatives Wort).

AMLO
Andrés Manuel López Obrador

Ehemaliger Oberbürgermeister von Mexiko-City, im Jahre 2006 Präsidentschaftskandidat der Koalition „por el bien de todos“ (das Gute für alle); nach den umstrittenen Ergebnissen der Präsidentschaftswahl von weiten Teilen der Linken zum erklärten legitimen Präsidenten ausgerufen.

ANIPA
(Nationale indigene multiethnische Versammlung für Autonomie -Selbstbestimmung-)

Nationaler Zusammenschluss, der die Interessen indigener Organisationen zum Ausdruck bringen soll. ANIPA wurde 1996 gegründet, um für die verfassungsmässige Anerkennung indigener Kulturen und das Recht auf Autonomie zu kämpfen.

APPG – Asamblea Popular de los Pueblos de Guerrero
Volksversammlung der Völker von Guerrero

Ein Zusammenschluss von sozialen und Menschenrechtsorganisationen sowie von Organisationen für die Rechte der indigenen Völker, die sich in Opposition zur Politik der Staatsregierung von Zeferino Torreblance Galindo befinden.

APPO - Asamblea Popular de los Pueblos de Oaxaca
Volksversammlung der Völker von Oaxaca

Die Volksversammlung der Völker von Oaxaca wurde im Juni 2006 gegründet als Antwort auf den Polizeieinsatz, in dessen Verlauf ein Protest der Lehrer am 14. Juni mit Gewalt aufgelöst wurde. Die verschiedensten gesellschaftlichen Organisationen von Oaxaca schlossen sich mit einer zentralen Forderung zusammen: der Rücktritt des Gouverneurs von Oaxaca: Ulises Ruiz Ortiz.

ARIC
(Landgesellschaft kollektiver Interessen)

Indigene Organisation im Lakandonischen Urwald im Südosten von Chiapas. Sie ist in drei Organisationen gespalten: die offizielle, die Gemeinschaft der Gemeinschaften (Unión de Uniones) und die unabhängige und demokratische.

ATENCO (San Salvador Atenco, Bundesstaat von Mexiko)

Gemeinde, die aufgrund ihres erfolgreichen Kampfes (begonnen im Jahr 2001) gegen den Bau eines Internationalen Flughafens bekannt wurde; in dessen Verlauf es 2006 zu einem brutalen Gewaltakt kam. Ein Konflikt zwischen acht ambulanten Blumenhändlern und der Polizei der Stadt Texcoco (Bundesstaat Mexiko) im Mai 2006, ausgelöst durch das Verbot des PRD-Bürgermeisters, welches besagt, dass die genannten Händler sich auf einem Platz niederlassen, der mit behördlicher Genehmigung für den Bau eines Walmart-Kaufhauses vorgesehen ist; der Konflikt endete in einer gewalttätigen Konfrontation. Die Bilanz der zwei folgenden Polizeieinsätze lag bei zwei Toten, zahlreichen Verletzten, 211 Verhafteten und fünf ausgewiesenen AusländerInnen. Mehr als 20 Frauen erstatten Anzeige, weil sie sexuell belästigt worden waren, sieben von ihnen wurden von staatlichen Sicherheitskräften während des Transports ins Gefängnis vergewaltigt. Bis jetzt (Februar 2008) sind noch 23 Mitglieder der Bewegung in Haft.

Authentische Coletos

Einwohner von San Cristobal de las Casas, die sich als die direkten Nachkommen der spanischen Fürsten verstehen. Nach dem Aufstand der Zapatisten vereinten sie sich im "Frente Cívico Cristobalense”, um gegen Indigene, solidarische Internationalisten und den Bischof Samuel Ruíz zu protestieren.

B

BARCA (Oaxaca)
Regionales Menschenrechtszentrum “Bartolomé Carrasco Briseño”

Eine Organisation die versucht, sowohl die Menschenrechte zu foerdern und zu verteidigen, als auch eine Kultur der Respektierung dieser Rechte durch Organisationsprozesse aufzubauen.

Befreiungstheologie

Die Befreiungstheologie ist eine Interpretation der Bibel aus der Sicht der Unterdrückten. Sie benutzt Werkzeuge der Sozialwissenschaften, um die Wirklichkeit zu analysieren. Sie wurde in Lateinamerika in der Jahren 1960 bis 1970 entwickelt. Bischof Samuel Ruiz wandte sie seit den Siebzigerjahren in den indigenen Gemeinden in Chiapas an. Sie wird sie als einer der Faktoren eingeschätzt, die zur Gründung mehrerer unabhängiger Indigena- und Bauernorganisationen geführt hat. Einige ihrer Mitglieder wurden später Teil der EZLN.

BOM
(Basis gemischter Operation)

Spezielle Sicherheitsoperationen, an denen das mexikanische Militär und verschiedene bundesstaatliche sowie Bundespolizeikräfte von Chiapas und Mexiko und in einigen Fällen die CEDH (Staatliche Menschenrechtskommission) sowie Notare beteiligt sind. Die BOM wurde 1987 legalisiert.

C

Cacique
(Kazike)

Traditioneller Führer und Machthaber in indigenen Gemeinden.

Cañadas

Gebiet im Lakandonischen Urwald im Südosten von Chiapas. In diesem Gebiet begann die Organisation der Zapatistas. Es spielt weiterhin eine Schlüsselrolle der zapatistischen Unterstützung.

CAPISE
(Zentrum für politische Analyse soziale und wirtschaftliche Forschung)

CAPISE beschäftigt sich mit der Verfolgung und Anklage von Verletzungen der Grundrechte, wie sie in der Universellen Erklärung der Menschenrechte verankert sind. Die Organisation beschäftigt sich besonders mit der Militarisierung, den Auswirkungen der neoliberalen Wirtschaftspolitik und mit der Verletzung kollektiver Rechte der indigenen Völker.

CARACOLES

Sind die Orte, an denen sich die zapatistischen Juntas der Guten Regierungen befinden. Sie sind zudem Orte des Zusammenkommens von nationaler und internationaler Zivilgesellschaft und den Zapatisten. Die Caracoles sollen eine direkte Beziehungen zwischen autonomen Landkreisen und Zivilgesellschaft auf horizentaler Ebene garantieren. Es gibt jeweils ein Caracol für jede der fünf Regionen, in denen die autonomen Landkreise zusammengefasst sind.

Cardenistas

Sympathisanten der PFCRN, der Partei der Cardenistischen Front zum nationalen Wiederaufbau.

Caxlanes

Indigene Bezeichnung für Weiße und Mestizen. Das Wort „caxlan“ wird auch benutzt, wenn man von der spanischen Sprache spricht.

CCIODH
Internationale Kommission zur Menschenrechtsbeobachtung

Gruppe die seit Februar 1998 Missionen zu Beobachtung der Menschenrechtssituation nach Mexiko entsendet.

CCP – Campamentos Civiles por la Paz
Zivile Lager für den Frieden

dienen zur Beobachtung von Menschenrechtsverletzungen und Militärbewegungen in den indigenen Gemeinden; sie rechnen mit der Anwesenheit von nationalen und internationalen BeobachterInnen.

CCRI-CG

Revolutionäres Indigenenkomitee im Untergrund -- Generalkommandantur der EZLN.

CDHDF (DF) – Comisión de Derechos Humanos del Distrito Federal
Kommission für Menschenrechte der Haupstadt Mexiko City

Staatliche Einrichtung, die damit beauftragt ist, Klagen und Anzeigen wegen mutmaßlicher Verletzungen der Menschenrechte entgegenzunehmen, wenn diese von Vertretern des Bundesbezirkes begangen worden sind.

CECOP (Guerrero)
Consejo de Ejidos y Comunidades Opositores a la presa La Parota Rat der Gemeinden Gegen das Kraftwerk La Parota

Der Rat wurde im Juni 2004 von Ejidatarios und Bauern aus den Bezirken Acapulco, Juan R. Escudero, San Marcos, Chilpancingo y Tecuanapan gegruendet, die sich gegen den Bau des Staudamm-Elektrizitaetswerkes La Parota zur Wehr setzen. Seit 1976, hat das Nationale Elektrizitaetswerk begonnen, das Projekt anzustossen, welches das Wasser der Fluesse Papagayo und Omitlán nutzen soll. Seit dieser Zeit haben sich mehrere Gerichte gegen den Bau ausgesprochen, und bis zum heutigen Datum (Februar 2008) ist der Bau suspendiert.

CEDECH

Evangelisches Komitee zur Verteidigung in Chiapas. Eine legale Instanz zur Verteidigung der Menschenrechte, die als Antwort auf die Vertreibung von Tausenden von Menschen aus politischen, wirtschaftlichen und religiösen Gründen im Hochland von Chiapas gegründet wurde.

CEDHO (Oaxaca) – Comisión Estatal de Derechos Humanos de Oaxaca
Staatliche Kommission für Menschenrechte in Oaxaca

Beauftragtes Organ zur Untersuchung und Überwachung von Menschenrechtsverletzungen sowie zur Übermittlung von Empfehlungen an in Menschenrechtsverletzungen verwickelte Behörden des genannten Staates.

CEDIAC (Chiapas)

Zentrum für indigene Rechte, e.V. Organisation zur Verteidigung der Menschenrechte, die von der Jesuitenmission in Bachajon beraten wird.

CENCOS – Centro Nacional de Comunicación Social
Nationales Zentrum für gesellschaftliche Kommunikation

Seit 1967 fördert dieser zivile Verband das Recht auf Information und Kommunikation und übt dieses Recht auch aus.

CDH Menschenrechtszentrum Fray Bartolome de las Casas

Unabhängige Organisation, die das Ziel hat, Menschenrechte zu fördern und zu verteidigen. Die konzentriert sich auf arme und marginalisierte Opfer. DAS CDH wurde vom ehemaligen Bischof von San Cristobal de las Casas Samuel Ruíz gegründet.

CERESO – Centro de Readaptación Social
Anstalt für soziale Wiederanpassung,

Name, der den Gefängniseinrichtungen in Mexiko gegeben wurde.

CFE – Comisión Federal de Electricidad)
Bundeskommission für Elektrizität

Staatliches mexikanisches Elektrizitätsunternehmen. Es ist Gegenstand einer breiten Kampagne des „zivilen Widerstandes gegen hohe Strompreise“, vor allen Dingen in Chiapas.

CG500ARI (Guerrero) – Consejo Guerrerense 500 Años de Resistencia Indígena, Negra y Popular
Rat von Guerrero „500 Jahre indigener, schwarzer und Volkswiderstand“

Dieser Rat, der sich aus gesellschaftlichen Organisationen und Menschenrechtsorganisationen zusammensetzt, entstand im September 1991 mit dem Ziel, eine Kampagne gegen die Feiern zur europäischen Konquista im Jahre 1492 zu koordinieren.

CHENALHÓ

Landkreis im Hochland von Chiapas. Die Gemeinde Acteal liegt in Chenalho.

CIDH

Interamerikanische Menschenrechtskommission. Organismus der Organisation Amerikanischer Staaten (OEA), der über die Menschenrechtssituation der amerikanischen Mitgliedsländer wacht. Sie hat die Möglichkeit, den Regierungen ihrer Mitgliedsländer Massnahmen vorzuschlagen.

CIEPAC
(Zentrum für wirtschaftliche und politische Forschung für gemeinschaftliche Aktion)

Zivile Organisation in Chiapas, die sich auf Analyse, Forschung, Bildung und Begleitung von sozialen Prozessen konzentriert. Sie spezialisiert sich auf neoliberale Wirtschaftsprojekte, die sich auf lokaler, regionaler und kontinentaler Ebene aufdrängen (Plan Puebla Panamá, Gesamtamerikanische Freihandelszone ALCA)

CIESAS (Chiapas) – Centro de Investigaciones y Estudios Superiores en Antropología Social
Forschungs- und Hochschulzentrum für Sozialanthropologie

Öffentliche Einrichtung in San Cristóbal de las Casas, die sich dem Studium nationaler Probleme widmet, indem sie auf nationalem und regionalem Niveau im Bereich der Sozialan­thropologie, der Geschichte, Ethno-Geschichte, Linguistik und anderer sozialer Wissenschaften Forschungen durchführt und auf hohem Niveau Spezialisten ausbildet.

CIOAC

Unabhängige Zentrale der indigenen  Landarbeiter und Bauern. Gegründet nach der Auflösung der vorhergehenden “Zentrale unabhängiger Bauern” (CCI), welche 1963 unter Beteiligung der Kommunistischen Partei Mexikos (PCM) gegründet wurde.

CMDPDH – Comisión Mexicana de Defensa y Promoción de los Derechos Humanos
Mexikanische Kommission für die Verteidigung und Förderung der Menschenrechte

Die Kommission, die sich 1990 gebildet hat, verteidigt Opfer von Menschenrechtsverletzungen und fördert eine Kultur, die dazu dient, den Rechtsstaat zu stärken.

CND
(Nationale Demokratische Konvention)

Nachdem den Wahlbetrug, der Felipe Calderón bei den Präsidentschaftswahlen 2006 zum Wahlsieg verhalf, als bestötigt ansahen, beriefen López Obrador und seine Anhänger die Nationale Demokratische Konvention ein, zu der sich Hunderttausende Menschen am 16. September 2006 in Zócalo versammelten und López Obrador zum rechtmäßigen Präsidenten ernannten.

CNDH

Nationale Menschenrechtskommission. Durch ein Dekret des Präsidenten im Rahmen der Verhandlungen des Freihandelsabkommen mit Nordamerika (NAFTA) verfasstes Organ der Regierung. Ihre Aufgabe ist es, mit Blick auf in Menschenrechtsverletzungen verwickelte Autoritäten Mexikos Nachforschungen zu betreiben, Vorschlägen zu entwickeln und Massnahmen zu ergreifen.

Coalición por el Bien de Todos/Koalition das Gute für alle

Politische Allianz aus PRD (Partei der Demokratischen Revolution), PT (Partei der Arbeit) und der Partei Convergencia. Der Präsidentschaftskandidat der Koalition 2006 ist Andrés Manuel López Obrador (PRD).

CNI – Congreso Nacional Indígena
Nationaler Indigener Kongress

Plattform für verschiedene indigene Organisationen Mexikos; der Kongress wurde nach dem Aufstand der EZLN im Jahre 1994 gegründet.

CNPI – Coordinadora Nacional de Pueblos Indios
Nationale Koordinierungsstelle der Indigenen-Völker

1972 zur Verteidigung indigener Rechte gegründet, insbesondere der Landrechte und der Selbstbestimmung. Es beteiligen sich etwa 500 Gemeinden, Gemeinschaften (ejidos) und Völker, insgesamt eine halbe Million Indigene des Landes. Seit 1983 organisiert die CNPI am 12. Oktober den Marsch für die Würde der indigenen Völker.

CNTE – Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación
Nationale Koordinierungsstelle der Lehrer und Erzieher

Eine Organisation, die sich von der Nationalen Lehrergewerkschaft (SNTE) abspaltete. Die Mitglieder sind Teil der SNTE, aber sie richten sich „nach ihren eigenen Prinzipien“ und sie weigern sich, an Gewerkschaftskongressen teilzunehmen.

COCOPA
(Comisión de Concordia y Pacificación)

Kongresskommission für Versöhnung und Frieden. Instanz für den Dialog zwischen mexikanischer Regierung und der EZLN. Sie besteht aus Senatoren und Abgeordneten aller im Bundeskongress vertretenen Parteien. Nach dem Abbruch des Dialogs von San Andrés 1996 stellte die COCOPA einen Vorschlag zur Reform des Grundgesetzes vor, der auf dem Abkommen von San Andrés basierte. Dieser ist bekannt als COCOPA-Gesetz. Der Vorschlag hatte zum Ziel, den Dialog wieder zu aufzunehmen. Die Verabschiedung des Gesetzes ist weiterhin eine der Bedingungen der EZLN für die Wiederaufname des Dialogs mit der Bundesregierung.

Comisiones de Información/Informationskommission

Wurde von den Zapatisten nach Ausrufen der Alarmstufe Rot im Juni 2005 gegründet. Diese existieren in jedem Caracol, um: “… Personen zu empfangen, die sich über die zapatistische Bewegung, ihre Geschichte und ihren Kampf informieren wollen.” (Bericht der/Mitteilung der/Kommuniqué der EZLN vom 11/7/05)

Comisión Sexta/Kommission der "Sechsten"

In ihrer Erklärung vom 13. Juli 2005 kündigt das CCRI-CG der EZLN den Aufbau dieser Kommission an, die dafür zuständig sein wird, "alles, was mit der Durchführung der Aufgaben der Sechsten Erklärung des Lakandonischen Urwalds zusammenhängt" zu koordinieren und "auf gemeinschaftliche und respektvolle Weise mit den Organisationen, Gruppen, Kollektiven und Individuen, die sich der neuen zivilen, friedlichen Initiative in Mexiko anschließen" zusammenzuarbeiten. Während der ersten Phase der Anderen Kampagne (erstes Halbjahr 2006) führt der Delegierte Null diese Kommission an.

COFADAPPO (Oaxaca) – Comité de Familiares de Asesinados, Desaparecidos, y Presos Políticos de Oaxaca
Komitee für Familienangehörige von Ermordeten, Verschwundenen und politischen Gefangenen in Oaxaca

Das COFADAPPO wurde nach den massiven Verhaftungen vom 25. November 2006 in Oaxaca gegründet; es übernimmt die Verteidigung der Rechte der verhafteten Personen und ihrer Familienangehörigen. Seine Ziele bestehen in der Befreiung aller politischen Gefangenen und in der Bestrafung derjenigen, die Vergewaltigungen begingen, die folterten oder illegale Verhaftungen vornahmen.

Comisión Sexta/Kommission der "Sechsten"

In ihrer Erklärung vom 13. Juli 2005 kündigt das CCRI-CG der EZLN den Aufbau dieser Kommission an, die dafür zuständig sein wird, "alles, was mit der Durchführung der Aufgaben der Sechsten Erklärung des Lakandonischen Urwalds zusammenhängt" zu koordinieren und "auf gemeinschaftliche und respektvolle Weise mit den Organisationen, Gruppen, Kollektiven und Individuen, die sich der neuen zivilen, friedlichen Initiative in Mexiko anschließen" zusammenzuarbeiten. Während der ersten Phase der Anderen Kampagne (erstes Halbjahr 2006) führt der Delegierte Null diese Kommission an. Die Durchführung dieser Kampagne in den mexikanischen Staaten wurde zwischen März und Juli des Jahres 2007 fortgesetzt; und begann von neuem im September im Süden und im Zentrum des Landes. Die weitere Durchführung wurde jedoch, infolge einer Anprangerung nichts anderes, als eine neue Regierungsoffensive gegen die zapatistischen Gemeinden zu sein. Die Zapatisten berufen sich auf die drei Treffen der zapatistischen Völker mit den Völkern der Welt im Jahr 2007.

Comité de Cerezo (DF)

Komitee, welches seine Wurzeln in Mexikio Stadt hat und den Kampf für die Menschenrechte politischer Gefangener ins Auge fasst. Benannt nach den politischen Gefangenen der Familie Cerezo.

Comité de (liberación) 25 de Noviembre (Oaxaca)/ Komitee (der Befreiung) 25. November (Oaxaca)

Dieses Komitee taucht im Dezember 2006 in Oaxaca, auf Grund einer Polizeioperation, in Oaxaca Stadt, in der 141 Personen in Oaxaca Stadt festgenommen wurden.

CONAI

Nationale Vermittlerkommission, gegründet 1995 um zwischen EZLN und der Regierung zu vermitteln. Sie wurde angeführt vom damaligen katholischen Bischof von San Cristobal de las Casas, Samuel Ruíz. Sie löste sich wegen fehlender Fortschritte im Friedensprozess im Juni 1998 auf.

CONPAZ
Koordination von Friedens-Nichtregierungsorganisationen

Plarform, die 1994 als Zusammenschluss von Kräften entstand, um den Friedensprozess zu unterstützen. Sie löste sich Ende 1997 auf.

CORECO
Ausschuss für die Unterstützung von gemeinschaftlicher Einheit und gemeinschaftlicher Versöhnung

NGO, die 1996 gegründet wurde um die Möglichkeiten eines Dialoges und einer Annäherung verschiederner sozialer Organisationen in Ciapas voranzutreiben.

COSEVER
Kommission zur Überwachung

Ihre Aufgabe ist es, die Durchführung der Abkommen von San Andrés zu überwachen. Ihre Mitglieder repräsentieren beide Seiten des Konfliktes, ausserdem Gäste beider Seiten und Beobachter der COCOPA und der CONAI. Sie wurde aufgestellt, begann aber nie zu funktionieren.

CPBT
(Bündnis zum Wohl Aller)

Diese Koalition hat sich aus den mittig-links orientierten politischen Parteien PRD (Partei der Demokratischen Revolution), der Arbeiterpartei (PT) und der Partei Convergencia im Umfeld der Kandidatur Andrés Manuel López Obrador geformt, um mit ihm in den Wahlkampf der Präsidentschaftswahlen 2006 zu ziehen. Außerdem half sie Juan Sabines Guerrero in Chiapas (2006) und César Raúl Ojeda in Tabasco (2006) bei den betreffenden Regionalwahlen. Juan Sabines Guerrero, Gouverneur von Chiapas, wurde unter der Fahne dieser Partei gewählt, obwohl er bis zu der Wahlperiode mit der konservativen PRI (Partei der Institutionalisierten Revolution) verbunden war.

CRAC (Guerrero)
Coordinadora Regional de Autoridades Comunitarias/(Regionaler Dachverband der Autoritäten der Gemeinschaften)

Ein Organ von Gemeindepolizei und gemeinschaftlicher Justiz indigner Völker und Mestizen von der Costa Montaña des Staates Guerrero. Dieser Dachverband verfolgt das Ziel, Straftäter umzuerziehen, indem versucht wird das Konzept des „Gefangenen“ zu vermeiden. Es wird versucht mit Versöhnungsprozessen und Wiedergutmachung des zugefügten Schadens durch die Straftäter zu arbeiten.

CRESIG (Guerrero)
Consejo Regional de la Sierra de Guerrero/Regionales Gremium der Wüste Guerreros

Regionale Organisation, die1996 von 12 Orgnaisationen gegründet wurde, als eine Einheit von Ejidos, Völkern und Gemeinschaften von 14 Munizipien der Wüste Madre de Sur.

CROC
(Revolutionärer Zusammenschluss von Arbeitern und Bauern)

Es existieren zwei Gruppen; die eine stimmt für die Interessen der Regierung und bekommt ihre Unterstützung, die andere ist unabhängig.

D

Das Gesetz für Dialog, Versöhnung und würdigen Frieden in Chiapas

Dieses Gesetz wurde im März 1995 verabschiedet. Hier werden die Bedingungen für die Friedensverhandlungen zwischen mexikanischer Regierung und der EZLN festgelegt. Bedingungen wie die Einstellung des Militärbetriebes und der Einstellung von Anordunungen zur Verhaftung von Anführern der Zapatisten.

Delegado Zero (o subdelegado Zero)/Der Delegierte oder Subdelegierte Null

Name, den sich der Subcomandante Marcos gibt, als er zur ersten Etappe der Anderen Kampagne ("Otra Campaña") loszieht (erstes Halbjahr 2006).

Declaración de las Naciones Unidas sobre los derechos de los pueblos indígenas/ Erklärung der vereinten nationen über die rechte der indigenen völker

Erklärung, die im September 2007 von der Hauptvesammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Hier wird den indigenen Völkern das Recht auf Autodetermination zuerkannt.

Desarrollo Paz y Justicia, A.C.
Entwicklung Frieden und Gerechtigkeit, e.V. 1995

Von der PRI gegründete indigene Bauernorganisation in der nördlichen Zone von Chiapas. Sie wird beschuldigt, eine paramilitärische Gruppe zu sein.

DESMI
(Verein für wirtschaftliche und soziale Entwicklung indigener Mexikaner)

NGO, deren Hauptziel es ist, den Prozess der Organisierung der Gemeinden, in denen sie tätig ist, zu fördern, sowie Formen der Beteiligung und Solidarität unter Indigenen zu unterstützen.

DIALOG VON SAN ANDRES

So werden die Gespräche bezeichnet, die 1995 zwischen Bundesregierung und EZLN in San Andrés Larrainzar begannen. Sie hatten das Ziel, eine umfassende Reform des mexikanischen Staates zu erreichen, um die nationalen und lokalen Ursachen zu beseitigen, die den Aufstand der Zapatisten 1994 provoziert hatten. An dem Dialog beteiligten sich Berater und Gäste beider Seiten. Sie waren unterteilt in mehrere Themen: Indigene Rechte und Kultur, Demokratie und Gerechtigkeit, Wohlstand und Entwicklung, Rechte der Frauen. Nur die ersten beiden Themen wurden diskutiert, denn die EZLN brach die Gespräche 1996 ab, da die Regierung das erste unterschriebene Abkommen nicht eingehalten hatte.

E

EDUCA (Oaxaca)
( Dienste für eine alternative Erziehung/ Servicios Para una Educación Alternativa)

Ein ziviler Verband aus Oaxaca, der Dienstleistungen zu Bildung anbietet und Prozesse der Oranisierung födert, mit dem Ziel uneingeschränkte Entwicklung und soziale Organisation auf Gemeindeebene zu fördern.

EJIDO

Gemeindeland, das seit der mexikanischen Revolution Anfang des 20. Jahrhunderts und bis zur Regierungsperiode von Carlos Salinas de Gortari (1988-1994) geschützt war. 1992 wurde der Artikel 27 der mexikanischen Verfassung geändert, um die Kommerzialisierung der Ejido-Parzellen zu ermöglichen. Durch den Artikel 27 war der Verkauf und die Teilung von Ejidoland zuvor verboten.

EPR
(Revolutionäre Armee des Volkes)

Guerillaorganisation, die am 28.Juli 1996 im Staat Guerrero erstmals in Erscheinung trat. Sie kann mit verschiedenen Kommandos aus den Staaten Oaxaca, Chiapas Guerrero und Querétaro rechnen.

ERPI
(Revolutionäre Armee des aufständischen Volkes)

Guerillaorganisation, die sich von der EPR abgespalten hat.

Estacion Norte
(Nordstation)

Ein Projekt, das von SIPAZ und vier weiteren Organisationen getragen wurde, um Entspannung und Versöhnung in der nördlichen Zone in Chiapas zu fördern. Es wurde im Oktober 1997 aufgelöst.

EZLN
(Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung)

Guerillaorganisation, die am 17.November 1983 gegründet wurde. Sie führten den bewaffneten Aufstand am 1.Januar 1994 an.

F

FAP
(Breites Fortschrittliches Bündnis)

Parlamentarisches Bündnis und Regierung der Mitte-Links-Parteien Mexikos, gegründet nach den Bundeswahlen 2006, als Teil der Beschlüsse der alten “Koalition für das Wohl Aller”,  mit López Obrador als Kandidat. Das Bündnis setzt sich aus PRD (Partei der Demokratischen Revolution), Arbeiterpartei (PT) und der Partei Convergencias zusammen.

FARP
(Bewaffnete revolutionäre Kraft des Volkes)

Guerillaorganisation, die in Mexiko am 8. April 2000 auftauchte und sich von der EPR abgespalten hat.

FELIPE CALDERÓN

Mexikanischer Präsident, der für die sechs Jahresperiode von 2006-2012 regieren wird. Kritische Stimmen prangern seinen Wahlsieg als Wahlbetrug an.

FEMOSPP
Spezielle (Staats)Anwaltschaft für soziale und politische Bewegungen der Vergangenheit

Eine nationale Staatsanwaltschaft, die gegründet wurde um Nachforschungen über Menschenrechtsverletzungen während des sogenannten „dreckigen Krieges“ anzustellen.

FIDH
(Internationale Föderation von Menschenrechten)

Ein internationales Netzwerk, das 1922 gegründet wurde und aus 155 Organisationen in etwa 100 Ländern besteht. Ziel dieses Verbandes sind konkrete Verbesserungen im Bereich der Opferschutzes, der Prävention von Menschenrechtsverletzungen und der rechtlichen Verurteilung von Verantwortlichen von Menschenrechtsvetletzungen.

FNCR
(Nationale Front gegen die Repression/Frente Nacional Contra la Represión)

Front, die im Oktober 2007 gegründet wurde, um eine neue Etappe des „dreckigen Krieges“ und „ein anderes Blutbad durch den repressiven Staatsapperat“zu vermeiden. Die Mitglieder sind der Meinung, dass sich das Muster verbotener Folterei, Verfogung und des Verschwindens von Menschen, die in den siebziger Jahren nach politischen und ökonomischen Veränderungen verlangten, wiederholt.

FNLS
(Nationale Front des Kampfes für den Sozialismus)

Organisationen verschiedener mexikanischer Staaten, die sich verbunden haben um Impulse für die Organisation von demokratischen und fortschrittlichen Kräften zu geben. Sie kämpfen für ein Mexiko ohne Ungleichheiten.

FRAYBA (Chiapas)

Siehe CDH Menschenrechtszentrum Fray Bartolome de las Casas

FZLN
(Zapatistische Front der nationalen Befreiung)

Sie entstand durch Aufruf der EZLN vom Januar 1996 (Vierte Erklärung des Lakandonischen Dschungels). Die FZLN stellte sich als eine nicht parteigebundene, unabhängige und friedliche Kraft vor. Sie löste sich am 20. November 2005 wieder auf.

G

GFACR (Ciapas)
(Ökumenische Gruppe zur Analyse von der Lage der Tatsachen/ Grupo Ecuménico de Análisis de la Coyuntura de la Realidad)

Ort zur Reflektion und und Diskussion zwischen den Zivilorganisationen in San Cristóbal de las Casas.

Grupos Paramilitares
(Paramilitärs)

Bewaffnete Gruppen, die ausserhalb des Gesetzes handeln. In ihrer Mehrheit setzen sie sich aus indigenen Bauern zusammen, die der PRI angehören. Sie verteidigen politische und wirtschaftliche Interessen durch Einschüchterung der und Repression gegen die Zivilbevölkerung. Es wird angenommen, dass die Paramilitärs vom nationalen Militär und anderen Sicherheitskräften ausgebildet und bewaffnet werden. Sie von den Sicherheitskräften auf deutliche und explizite Weise als politisches Instrument der zur Bekämpfung von Aufstand toleriert. Sie werden von den Sicherheitskräften auf deutliche und explizite Weise, als politisches Instrument zur Bekämpfung von Aufstand, toleriert.

Guardias Blancas
(Weisse Garden)

Von Grossgrundbesitzern bewaffnete und finanzierte Gruppen, die auf illegale Weise deren wirtschaftliche Interessen verteidigen.

Guerra de Baja Intensidad, GBI (Krieg niedriger Intensität)

Eine unkonventionelle Art der Aufstandsbekämpfung gegen die organisierte Bevölkerung, die gegen die Regierung oponiert. Er richtet sich gegen jegliche Bewegungen, die sich gegen die bestehende Macht erheben, und hat das Ziel, die Unterstützungsbasis der EZLN zu zerstören. Er benutzt unter anderem psychologische, militärische, religiöse und informative (Kontrolle der Medien, Streuung von Falschinformationen, Gerüchte) Aspekte. Das Ziel des GBI ist in die Gesellschaft einzudringen, langfristig Angst und Unsicherheit in Gemeinden und Organisationen zu provozieren um damit den Wiederstand gegen das herrschende Sistem zu schwächen.

top

H

HRW
(Human Rights Watch)

Eine US-amerikanische Organisation, mit weltweiter Präsenz, zuständig für Nachforschungen, Anlyse, Meldung und Bekanntmachung von Menschenrechtsverletzungen weltweit.

I

IEE
(Staatliches Institut für Wahlen/ Instituto Estatal Electoral)

Autonomes und ziviles Organ für Wahlen, die staatliche Form des IFE.

IFE

Bundesinstitut für Wahlen, unabhängiges ziviles Wahlorgan, das einen freien Wahlprozess garantieren soll; Seine konkreten Aufgaben: Anordnung der Wahlurnen, Registrierung der Namen der Wahlberechtigten, Bekantgabe der Wahlergebnisse usw. Es wird durch einen Rat von neun Mitgliedern geführt. Die politischen Parteien haben Vertreter im Rat, die aber keine Stimmrecht besitzen.

Indigene Theologie

Im Dokument der III. Synode der Diözese von San Cristobal de las Casas definiert sich die indigene Theologie als "eine Theologie, die Gottes Präsenz und Aktion, die sich im Leben, im Wort und der Weisheit der Vorfahren verschiedener Kulturen zeigt, zu erkennen versucht".

INITIATIVE MÉRIDA (auch “Plan- Mexiko”)/ INICIATIVA MÉRIDA (también “Plan México”)

Initiative zur Bekämpfung des Drogenhandels, die von der Regierung der Vereinigten Staaten ins Leben gerufen wurde. Hier pant die US-amerikanische Regierung, der mexikanischen Regierung, mit einer gemeinsamen Strategie und 1400 US Dollar beim Kampf gegen den Drogenhandel helfen. Die besagte Strategie soll militärische Grundlangen, juristische Grundlagen und Entwicklungshilfe miteinbeziehen. Das Geld soll in erster Linie an die Versorgungstelle des Miliärs und den Militärapparat gehen. Ein weiterer Teil des Geldes soll dann an die Überwachungs- und Kommunikationstechnik, sowie verschiedene Trainingstellen für Soldaten und mexikanische Funktionäre, vergeben werden. Einzig und allein 2 Millionen Dollar sollen in Bezug auf Menschenrechte verwendet werden. Kritische Stimmen stellen den Plan, 40% der mehr als 500 Millionen Dollar in den Milirärsektor zu investieren, stark infrage. Dieses Vorhaben ignoriert nämlich Anschuldigungen der Menschenrechtsverletzungen an das mexikanische Militär.

J

JUNTAS DER GUTEN REGIERUNG
(JBG)

Zapatistisches Regierungsgremium, das aus Delegierten der autonomen rebellischen Zapatistengemeinden zusammengesetzt ist. Es gibt eine JBG in jeder der fünf Caracoles. Sie präsentieren einen neuen Schritt im Aufbau der zapatistischen Autonomie und fordern die offizielle Macht heraus, indem auf allen Ebenen Funktionen übernehmen (Bildung, Gesundheit, Justiz, Entwicklung, Territorium, etc.), die eigentlich von der offiziellen Regierung geregelt werden sollten.

L

La Otra Campaña - Die Andere Kampagne (auch “La Otra” genannt)

Nach einer Phase der der inneren Neuordnung 2005, rief die EZLN alle linksorientierten und antikapitalistischen Vereinigungen Mexikos dazu auf sich einer “neuen Form der Politik” anzuschließen (außerhalb der traditionellen Parteien Mexikos), um damit einen neuen Entwurf für die Gestaltung Mexikos zu schaffen. Zu diesem Anlass startete die Kampagne ihre Rundreise durch Mexiko im Laufe des Jahres 2006 und im Jahr 2007.

LIMEDDH
Liga Mexicana por la Defensa de los Derechos Humanos/Mexikanische Liga für die Verteidigung der Menschenrechte

Eine Nichtregierungsorganisation, gegründet im Jahr 1985 in Mexiko Stadt, um Fälle wie die Verletzungen oder Nichteinhaltung von Menschenrechten hanzuhaben. Die Liga hat 10 Niederlassungen unter anderem in Chiapas, Oaxaca und in Mexiko Stadt.

M

Máscara Roja/Rote Maske (Chiapas)

Gruppe, die angeblich paramilitär ist und im Hochland von Chiapas operierte. Diese Gruppierung wird angeklagt, für das Massaker von Acetal im Dezember 1997 Verantwortlich zu sein.

MIRA
Revolutionäre Antizapatistische Indigena-Bewegung

Paramilitärische Gruppe, die seit Mitte 1997 in Chiapas aktiv ist.

Municipios Autónomos

Eine Form der Zapatisten, die Autonomie in die Praxis umzusetzen. Diese autonome Regierung umfasst Dörfer und Gemeinden auf dem Land. Ihre Grenzen werden durch den Einfluss der Zapatisten bestimmt. Generell existieren sie parallel zu den offiziellen Bezirken, die im Gegensatz zu den autonomen Bezirken Regierungsgelder bekommen.

MP

Ministerio Público/Öffentliches Ministerium

MRLCB
Movimiento Revolucionario Lucio Cabañas Barrientos/Revolutionäre Bewegung Lucio Cabañas Barrientos

Eine bewaffnete Gruppierung, die behauptet, die Bombenangriffe gegen das Wahltribunal und die Partei der Institutionellen Revolution, im November 2006 begangen zu haben.

Municipios Autónomos

Eine Form der Zapatisten, die Autonomie in die Praxis umzusetzen. Diese autonome Regierung umfasst Dörfer und Gemeinden auf dem Land. Ihre Grenzen werden durch den Einfluss der Zapatisten bestimmt. Generell existieren sie parallel zu den offiziellen Bezirken, die im Gegensatz zu den autonomen Bezirken Regierungsgelder bekommen.

N

NEOLIBERALISMUS

Ein wirtschaftliches und soziales Modell, das in der aktuellen Entwicklungsstufe des kapitalistischen Systems Anwendung findet. Es zeichnet sich aus durch die minimale Einmischung des Staates in die Wirtschaft, Kürzungen der öffentlichen Ausgaben und der Sozialausgaben; sowie durch die Privatisierung strategischer Sektoren und durch die Vorherrschaft des Finanzkapitals.

Nördliche Zone

Das Gebiet in Chiapas, in dem zwischen 1995 und 1997 größte soziale politische und religiöse Konflikte zwischen der Gruppe "Paz y Justicia" und Sympathisanten der PRD und EZLN zu Gewalt führten. Zu der Zone gehören die Bezirke Tila, Sabanilla, Tumbala, Salto de Agua und Palenque.

O

OCCS (Guerrero)
Bauernorganisation Sierra del Sur (Organización Campesina Sierra del Sur)

Ein Netzwerk von Bauernorganisationen das während der 90er Jahre unter der staatlichen Repression litt, wobei es zu Gewaltanwendung und Menschenrechtsverletzungen kam. Im Juli 1995 wurden 17 Bauern, die Mehrheit von ihnen Mitglieder der OCCS, in der Gemeinde von Aguas Blancas von Sicherheitskräften ermordet.

OCEZ-Das Haus des Volkes (Casa del Pueblo), Chiapas
Bauernorganisation Emiliano Zapata-Haus der Bevölkerung von Venustiano Carranza (Organización Campesina Emiliano Zapata-Casa del Pueblo de Venustiano Carranza)

Eine Organisation, die 1974 von Indigenen der Volksgruppe Tzotziles zur Verteidigung ihrer Ländereien gegründet wurde. Sie gehörten zu den ersten Organisationen, denen es gelang, sich einiges Land „zurückzuholen” (1989), das durch die Regierung und Grundbesitzer „geklaut und besetzt worden waren”.

OEA
(Organización de los Estados Americanos (Organisation Amerikanischer Staaten)

Ein multilaterales Forum, indem die Länder der amerikanischen Hemisphäre zusammen kommen, um unter anderem über Wirtschafts- und Menschenrechtsthemen zu beraten und Verträge auszuhandeln.

OIDHO (Oaxaca)
Indianische Organisationen für die Menschenrechte in Oaxaca (Organizaciones Indias por los Derechos Humanos en Oaxaca)

Eine „Organisation von Organisationen“ der Bauern und Indigenen, die in einigen Regionen des Staates Oaxaca präsent ist: in Costa, Sierra Sur, Valles centrales, Tuxtepec, Zapoteca und in Mixteca.

OIPM (Guerrero)
Unabhängige Organisation des Volkes Mixteco (Organización Independiente del Pueblo Mixteco)

Eine der beiden Organisationen aus Guerrero (zusammen mit der OPIM), in der sich die Volksgruppen der Mixteken und der Tlapaneken (Me’phaa) in der Gemeinde Ayutla de los Libres, in der das Massaker von El Charco stattfand, seit gut 10 Jahren organisieren. Sie haben gegen die Militarisierung ihrer Gegend gekämpft und haben insbesondere zwei Me’phaa Indigene unterstützt, die klagten, dass Mitglieder des mexikanischen Militärs gegen sie Folter und sexuelle Gewalt eingesetzt hätten (2002).

OIT
Organización Internacional del Trabajo (Internationale Arbeitsorganisation)

Eine Organisation der Vereinten Nationen, die Regierungen, Arbeitgeber und Arbeiter der Mitgliedsstaaten gemeinsam zu Aktionen aufruft, um die Herstellung würdiger Arbeitsbedingungen in der Welt zu fördern.

OMCT
Organización Mundial Contra la Tortura (Globale Organisation gegen Folter)

1986 entstanden ist die aus 282 NGO’s bestehende Organisation heute die wichtigste gegen Folter, Massenerschießungen, Verschwindenlassen und jede andere Art von grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung kämpfende internationale Koalition.

ONG, NGO, NRO

Nichtregierungsorganisationen: Organisationen der Zivilbevölkerung mit offiziellem Status, die sich unabhängig von der Regierung für das soziale Wohl des Volkes einsetzen.

OPDDIC
Organisation für die Verteidigung der Rechte der Indigenen und Bauern.

Organisation bzw. Gruppe, die der PRI angehört und vom Abgeordneten Pedro Chulin und anderen Politikern in Ocosingo unterstützt wird.

Sie hat auch in anderen Regionen in Chiapas wie Altamirano, Las Cañadas, Chilón, Yajalón und in der nördlichen Zone an Einfluss gewonnen.

OPDDIC-ROJA (Chiapas)

Vermutlich eine paramilitärische Organisation, die im September 2007 als einer der Unterzeichner einer Morddrohung gegen die Repräsentanten der autonomen Gemeinde San Andrés Sakamch’en das erste Mal in Erscheinung trat.

OPIM (Guerrero)
Organisation der indigenen Volksgruppe Me’phaa (Organización del Pueblo Indígena Me’phaa)

Siehe auch OIPM

OPORTUNIDADES

Mexikanisches Sozialprogramm für Frauen. Frauen bekommen eine monatliche finanzielle Unterstützung, deren Höhe abhängig von der Anzahl ihrer Kinder ist und an die Bedingungen geknüpft ist, sich ärztlich untersuchen zu lassen, sowie an einer Beratung zum Thema Vorsorge teilzunehmen. Das Programm wird auch als ein Faktor für interne Streitigkeiten in den Gemeinden gesehen, weil oppositionellen Gruppen wie den Zapatistas der Zugang verwehrt wird. Früher war dasselbe Programm als PROGRESA bekannt.

P

PABIC

Hilfs-, Banken-, Industrie- und Handelspolizei (Policía Auxiliar, Bancaria, Industrial y Comercial)

PAN Partei der Nationalen Aktion (Partido de Acción Nacional)

Mitte-rechts-Partei, die nach Jahrzehnten der Vorherrschaft der PRI im Juli des Jahres 2000 ihre Macht mit der Wahl von Vicente Fox zum Präsidenten konsolidierte. Präsident Calderón (2006-2012) gehört ebenfalls dieser Partei an.

PAZ Y JUSTICIA (Frieden und Gerechtigkeit), Chiapas

Siehe DESARROLLO PAZ Y JUSTICIA

PEMEX
Petróleos Mexicanos

Staatliches Erdölunternehmen. Die Drohung, dieses Unternehmen zu privatisieren, ist eine der Hauptforderungen des ex Präsidentschaftskandidaten Manuel López Obrador.

PFP

Bundespolizei (Policía Federal Preventiva). 1999 gegründete Sicherheitskraft. Sie untersteht direkt dem Innenminister. Sie besteht aus mexikanischem Militär und anderen Bundeseinheiten.

PJE

Staatliche Justizpolizei (Policía Judicial del Estado)

PGJE

Procuraduría General de Justicia del Estado (Generalstaatsanwaltschaft)
Die PGR auf Bundesebene.

PLAN MÉXICO

Siehe Initiative Mérida.

PM

Ministeriale Polizei (Policía Ministerial)

PPP
Plan Puebla-Panamá

Ein internationales Projekt verschiedener Sektoren, das die Entwicklung durch Investitionen in die Transportinfrastruktur und in die Wasserversorgungsinfrastruktur der Landwirtschaft fördern soll. Zudem werden Veränderungen der Institutionen, der Reglementierungen, der Preispolitik, sowie Änderungen bei den Zöllen und Subventionen gefördert. Er schließt den Süden und den Südosten Mexikos und Mittelamerikas ein. Der PPP wird von allen Regierungen der Region unterstützt, aber von Bauern, Indigenen und sozialen Bewegungen dieser Länder abgelehnt, da er den Interessen der Finanzwirtschaft dient und die Autonomie der hier lebenden Bevölkerung nicht anerkennt. Bei einem Treffen im Oktober 2007, bat Präsident Calderón die neun Gouverneure aus Mexikos Süd-Südwesten darum, den PPP in „ein Projekt zur integralen Entwicklung Mesoamerikas“ zu verwandeln.

PGR

Generalstaatsanwaltschaft (Procuraduría General de la República), Bundesorgan, das für Nachforschung und Verfolgung von Verbrechen gegen Bundesgesetze zuständig ist.

POSH

Regionales Alkoholgetränk

PRD
Partei der demokratischen Revolution (Partido de la Revolución Democrática)

Mitte-links-Partei der Opposition. Nach dem Aufstand der Zapatisten war sie die der EZLN nahestehende politische Partei, bis es zu einem Bruch zwischen ihr und der Guerrillagruppe kam.

PRI
Partei der institutionalisierten Revolution (Partido Revolucionario Institucional)

Seit der mexikanischen Revolution in den Zwanzigerjahren die dominierenden Partei Mexikos, bis sie im Jahr 2000 die Wahl an die Opposition verlor. Die Jahrzehnte ihrer Herrschaft sind viel kritisiert worden, da ein Staat entstand, der sich durch Korruption auf allen Regierungsebenen und dem fehlendem Respekt für demokratische Grundrechte auszeichnete.

PROCAMPO

Bundesprogramm zur Unterstützung der Bauern. Es soll die negativen Auswirkungen des Freihandelsabkommens mit Nordamerika abmildern. Es ist auch ein Faktor für Streitigkeiten in den Gemeinden.

PROCEDE und PROCECOM
Programm zur Anerkennung der Ejidorechte und Landtitel.

Ein Bundesprogramm, um Ejidobauern Landrechte zuzusprechen. Kritisiert wurde vor allem, dass es den Verkauf von Gemeindeland fördert und vereinfacht und somit das Verschwinden traditioneller Formen des Landbesitzes fördert, die jedoch essenziell für das Überleben der indigenen Völker sind.

PROGRESA

Programm für Bildung, Gesundheit und Ernährung. Bundesprogramm zur Unterstützung der Frauen auf dem Land (seit 1994). Aktuell heißt es OPORTUNIDADES.

Propaz (Chiapas)
Schweizer Programm zur Beobachtung und Förderung des Friedens in Chiapas

Schweizer Beobachtungs- und Unterstützungsorganisation (cabildeo), die bis 2007 in Chiapas war.

PT
(Partei der Arbeit)

Die PT wurde 1988 gegründet. Ursprünglich eine Partei der Mitte, ist sie in den vergangenen Jahren Allianzen mit Mitte-links-Bewegungen und Kräften eingegangen.

Pueblo Ch’ol

Indigenes Volk im Norden von Chiapas. Eines der am meisten abgeschiedenen und isoliert lebenden Völker, das dadurch von sozialer Entwicklung ausgeschlossenen ist.

PVEM
Grüne ökologische Partei Mexikos.

Naturschutzpartei der Mitte, die gewöhnlich der PRI nahesteht.

R

RAP
Multiethnische Autonome Region.

Regional koordinierte Initiativen, an denen indigene, politische, soziale und Bauernorganisationen beteiligt sind. Ihr Ziel ist es, die Selbstversorgung, Autonomie und soziale Veränderung zu stärken.

RED POR LA PAZ (Netzwerk für den Frieden), Chiapas

Ein Netzwerk, das im Jahr 2000 entstanden ist und zur Zeit aus 17 Organisationen aus Chiapas besteht und das zu den Themen Frieden, Entwicklung und Menschenrechte arbeitet.

RODH (Oaxaca)
Red Oaxaqueña de Derechos Humanos (Menschenrechtsnetzwerk Oaxaca)

Eine Organisation der Zivilgesesllschaft, die am 13 August 1996 gegründet wurde und zur Zeit aus 6 Organisationen besteht, die im Bundesstaat Oaxaca insbesondere mit indigenen Völkern und anderen gesellschaftlich schwachen Gruppen arbeiten

RSF
Reporteros Sin Fronteras (Reporter ohne Grenzen)

Eine internationale Organisation, die Untersuchungen durchführt, öffentlich anklagt und Journalisten unterstützt, die wegen ihrer Arbeit verhaftet oder verfolgt werden. Sie wird dafür kritisiert, dass sie Geld von der Regierung der USA erhält.

Roter Alarm

Bis jetzt wurde der “Rote Alarm” viermal ausgerufen. Er funktioniert wie folgt: einmal ausgelöst werden die“Guten Regierungen” der zapatistischen Gemeinden geschlossen, die EZLN-Milizen in Bereitschaft versetzt und Beziehungen nach Außen hin eingestellt um die Sicherheit zu garantieren.

Die beiden letzten Anlässe waren das Zusammentreffen zur 6. Deklaration aus dem lakadonischen Urwald (Juni 2005), sowie die Unterbrechung der Rundreise Subkommandant Marcos als Protest gegen die Vorfälle in Atenco zu jener Zeit.

S

SAMUEL RUIZ GARCÍA, Bischof OBISPO (EMERITO) (Chiapas)

Bischof von San Cristóbal de las Casas von 1959 bis 1999, heute emeritierter Bischof, der von der von der indigenen Bevölkerung als Zeichen der Hochachtung “Tatic” (Vater) oder “Totic Samuel” genannt wird. Ein Mensch, der auf die jüngste Geschichte in Chiapas einen enormen Einflus hatte. 1974 lud er ein zum indigenen Kongress, dessen Fokus auf den spirituellen Bedürfnissen der indigenen Bevölkerung lag und die Entwicklung der indianianischen Teologie ermöglichte. Die Forderungen, die auf diesem Kongress ausgearbeitet wurden, sind später zur Grundlage für die 11 Grundforderungen der Zapatisten geworden. Don Samuel wurde von der EZLN als Vermittler in den Verhandlungen von San Andrés Larainzar vorgeschlagen und unter Zustimmung der Regierung wurde er zum Vorsitzenden der CONAI benannt. Im Juli 1998 gibt er, aufgrund der Attacken der Regierung gegen seine Person, die Diözese von San Cristóbal und gegen die CONAI, deren Auflösung bekannt

SAN ANDRÉS LARRAINZAR

Ort der Friedensgespräche. Dort wurden am 16.Februar 1996 die Abkommen zwischen der EZLN und der Regierung unterschrieben. Er wurde von der EZLN "Sacam Ch`en der Armen" getauft.

SECCIÓN 22 (Sektion 22) (Oaxaca)

Die 1989 gegründete Sektion der SNTE aus Oaxaca, die eigentlich nur aus systemkritischen Lehrern bestehen sollte.

SEDENA

Secretaría de la Defensa Nacional (Verteidigungsministerium)

SEDESOL

Secretaría de Desarrollo Social (Sozialentwicklungsministerium)

SEGOB

Secretaría de Gobernación (Innenministerium)

SEPI

Secretaría de Pueblos Indios (Ministerium für Angelegenheiten der indigenen Völker)

SEPROCI

Secretaría de Protección Ciudadana

SERAPAZ
(Dienst und Beratung für Frieden)

Eine NRO, bestehend aus einigen Ex-Beratern und Ex-Mitgliedern der CONAI (Nationale Vermittlerkommission, die 1998 aufgelöst wurde)

SERPAJ
Servicio de Paz y Justicia (Organisation für Frieden und Gerechtigkeit)

Eine lateinamerikanische Organisation, die Frieden fördern will und Fachkräfte in Frieden und Menschenrechten ausbildet. Sie wurde von dem Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel gegründet und ist teil des Zusammenschlusses SIPAZ.

Sexta Declaración de la Selva Lacandona/Die Sechste Erklärung des Lakandonischen Urwalds

Zwischen dem 29. Juni und 1. Juli 2005 präsentierte die EZLN in drei Teilen die Sechste Erklärung des Lakandonischen Urwalds. Die "Sechste" zieht Bilanz der Geschichte des zapatistischen Kampfes der letzten elf Jahre: “ein neuer Schritt im Kampf der Indigenen ist nur möglich, wenn sich die Indigenen vereinen (...) mit den Arbeitern aus Stadt und Land”.

In diesem Dokument wird der Aufbau einer neuen “breiten Front” vorgeschlagen, welche gemeinsam ein “Nationales Programm des Kampfes, aber ein Programm, das ganz klar links und antikapitalistisch” ist und zu einer neuen Verfassung führen soll. Auf internationaler Ebene wird vorgeschlagen, ein Intergalaktisches Treffen wie 1996 in La Realidad zu organisieren. 2007 gab es drei Treffen zwischen den Zapatisten und den Völkern der Welt. Siehe auch Comisión Sexta.

SOCAMA

Bauern- und Lehrersolidarität. Unter der Regierung von Carlos Salinas gegründetes Programm, das eine Allianz zwischen Lehrern und Bauern vorschlägt, um die Entwicklung in den indigenen Gemeinden voranzutreiben.

Sociedad Civil
(Zivilgesellschaft)

Gemeint sind Bürgerinitiativen, die sich um bestimmte Nöte und Interessen organisieren, normalerweise außerhalb der Regierungsstrukturen.

T

TEOLOGÍA DE LA LIBERACIÓN (Befreiungstheologie)

Die Befreiungstheologie ist eine Interpretation der Bibel von der Warte der Unterdrückten aus, welche sich der Sozialwissenschaften als Werkzeug bedient, um die Realität zu analysieren. Sie wurde in den 60er und 70er Jahren in Lateinamerika entwickelt. Durch den Bischof Samuel Ruíz gelangte sie in die indigenen Gemeinden in Chiapas, ein Faktor, der mit dazu beitrug, dass sich unabhängige indigenen- und Bauernorganisationen entwickeln konnten, deren Mitglieder später teilweise Teil der EZLN wurden.

TEOLOGÍA INDIA (Indianische Theologie)

Das III Dokument der Synode der Diözese von San Cristóbal de las Casas definiert die indianische Theologie als „eine Theologie, die versucht die Anwesenheit und das Handeln von Gott zu erkennen (…) das sich im Leben, im Wort und in der Weisheit der Vorfahren in den verschiedenen Kulturen zeigt”.

TEPJF
Tribunal Electoral del Poder Judicial de la Federación (Wahlkommission)

Wird die Rechtmäßigkeit einer Wahl angefochten so wägt dieses Bundesgericht ab und entscheidet über die Gültigkeit der Klage. Im Fall der umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2006 erklärte das TEPJF einstimmig Felipe Calderón zum gewählten Präsidenten.

TLCAN
(Nordamerikanisches Freihandelsabkommen)

Abkommen zwischen Kanada, USA und Mexiko. Es schafft Zölle für den Handel einiger Produkte ab. Es trat am 1.Januar 1994, dem Tag des zapatistischen Aufstandes, in Kraft. Nach Einschätzung vieler Experten wurde durch den TLCAN die Verarmung der mexikanischen Landwirtschaft provoziert, da diese nicht mit den niedrigen Preisen der Landwirtschaftsprodukte aus dem Norden konkurrieren kann, die über agroindustrielle Arbeitsmittel und Technologien verfügen und außerdem Hilfen und Subventionen von ihren Regierungen erhalten. Am 1 Januar 2008 wurde die letzte Stufe des TLCAN umgesetzt: der mexikanische Markt wurde an diesem Tag komplett für Importe von Mais, Bohnen, Milchpulver und Zucker aus den USA und Kanada geöffnet.

Traditionalisten

Die katholischen Traditionalisten mischen Teile der katholischen Religion mit dem traditionellen Weltbild der Mayas. In ihrer Mehrheit erkennen sie die Autoritäten der katholischen Kirche nicht an.

top

U

UCIZONI (Oaxaca, Veracruz)
Unión de Comunidades Indígenas de la Zona Norte del Istmo (Vereinigung indigener Gemeinden aus den nördlichen Zone des Istmo)

Eine zivile Vereinigung, die 1985 entstand und mehr als hundert Ortschaften aus 14 Gemeinden vereint und den indigenen Völkern als Instrument dient, um ihre Rechte und Gebiete zu verteidigen.

UNACH

Universidad Autónoma de Chiapas (Autonome Universität von Chiapas)

UNAM
Universidad Nacional Autónoma de México (Autonome Universität Mexiko)

Die größte staatliche Universität Mexikos befindet sich in Mexiko City. Sie ist eine der angesehensten akademischen Institutionen Lateinamerikas und wird traditionell mit fortschrittlichen Positionen in Verbindung gebracht.

UNITIERRA (Chiapas, Oaxaca)
Universidad de la Tierra (Universität der Erde)

Ein alternativer Ort des Treffens, Weiterbildens und Lernens in Oaxaca und Chiapas.

UPOE

Unidad Policíaca de Operaciones Especiales (Polizeieinheit für Spezialoperationen)

URO (Oaxaca)
Ulises Ruiz Ortiz

Gouverneur des Bundesstaates Oaxaca (von 2004 bis heute). Die sozialen Bewegungen sehen in ihm den direkten Verantwortlichen für die Repression gegen die Opposition 2006 und 2007 und machen ihn zudem für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen seit dem Beginn seiner Amtszeit verantwortlich.

top

V

VOCAL (Oaxaca)
Voces Oaxaqueñas Construyendo Autonomía y Libertad (Stimmen aus Oaxaca, die Automie und Freiheit bauen)

Ein Raum, der von jungen Menschen verschiedenster linker und anarchistischer Herkunft ständig entwickelt wird, die sich auch der Otra Campaña angeschlossen haben und das Recht auf Autonomie und Selbstverwaltung verteidigen.

top

W

WFP
Witness for Peace o Acción Permanente Por la Paz (Zeugen für den Frieden)

Eine Organisation aus Nordamerika, die politisch unabhängig ist und deren Mitglieder auf Gewaltfreiheit setzen und sich von ihrem Glauben und ihrem Bewusstsein leiten lassen. Ihr Ziel ist es, Frieden, Gerechtigkeit und eine nachhaltige Wirtschaftordnung auf dem amerikanischen Kontinent aufzubauen, indem sie die Politik der USA und die Praktiken der Unternehmen ändern, die zu der herrschenden Armut und Unterdrückung beitragen.

Z

Zivile Friedenscamps, CCP / Zivile Beobachterbrigaden, BRICO

Präsenz nationaler und internationaler BeobachterInnen. Sie wurde entwickelt, um militärische und paramilitärische Bewegungen und Menschenrechtsverletzungen in indigenen Gemeinden und den Aguascalientes zu beobachten, zu veröffentlichen und damit Gewalt vorzubeugen.

ZONA NORTE (Chiapas) Nördliche Zone, grenzt an Tabasco

Ein Teil von Chiapas, der zwischen 1995 und 1997 unter größeren sozialen, politischen und religiösen Konflikten zwischen der parmilitärischen Gruppe Paz y Justicia und den Sympatisanten der PRD und der EZLN litt. Gewöhnlich zählt man zu dieser Zone die Gemeinden Tila, Sabanilla, Tumbalá und Salto de Agua.

HAUPT
Avenida Chilón #8
Barrio El Cerrillo
San Cristóbal de las Casas
29220 Chiapas, México
Tel/Fax: (+52.967) 63-160-55
SIPAZ.ORG © 1995 /
Last Update: