Netz für den Frieden in Chiapas

a. Wo kommt es her?

Das Netz für den Frieden in Chiapas entstand im Dezember 2000 aufgrund eines Aufrufs dreier in Chiapas arbeitender Organisationen: dem Kollektiv für Friedenserziehung (CEPAZ), der Kommission zur Unterstützung von Einheit und Versöhnung(CORECO) und dem Internationalen Friedensdienst (SIPAZ).

Diese drei Organisationen luden verschiedene andere chiapanekische Organisationen zu einem ersten Treffen ein, um gemeinsam über den Kontext des sozialen Verschlechterung, die vor allem die indigenen Gemeinden im Konfliktgebiet betraf, zu reflektieren. Die Stagnation des Friedensprozesses, die latente Gewalt, als Resultat der Spannungen und die langfristige Notwenigkeit von Versöhnung, stellten eine Herausforderung für die Organisationen dar, die sich vorgenommen hatten die Suche nach friedlichen und gerechten Lösungen innerhalb der vielfältigen existierenden Konflikte zu unterstützen.

Das Ziel dieses ersten Treffens war, sich darüber klar zu werden wie man in der Rekonstruktion des sozialen Netzes kollaborieren könne und wie der Prozess der Annährung und der Versöhnung in den indigenen und bäuerlichen Gemeinden, in denen wir arbeiten, entlang der folgenden Agenda unterstützt werden könnte:

  • Die wesentlichen Bedürfnisse der indigenen und bäuerlichen Gemeinden in Hinblick auf Konfliktlösung, Mediation und Versöhnung identifizieren.
  • Welche Erfahrungen hat jede/r einzelne der TeilnehmerInnen mit eben diesen Themen
  • Ideenaustausch um diesen Bedürfnissen nachkommen zu können und einen gemeinsamen Vorschlag zu formulieren

Es wurden folgende Achsen für mögliche gemeinsame Aktionen vorgeschlagen:

  • Austausch über Erfahrungen in Konfliktlösung, die sich in unseren unterschiedlichen Arbeitsgebieten entwickeln
  • Methodologien der friedlichen Konfliktlösung der Realität der indigenen und bäuerlichen Gemeinden anpassen und uns in deren Anwendung weiterbilden.
  • Eine Reihe von Faltblättern für die indigene und bäuerliche Bevölkerung ausarbeiten, die uns dabei helfen Aspekte friedlicher Konfliktlösung, Mediation und Versöhnung in die Arbeit jeder Organisation mit ein zu beziehen.
  • Formen der konkreten Kollaboration in Konfliktsituationen suchen (z.B. Fallanalyse, gemeinsame Stellungnahmen aller Organisationen oder eines teils der Organisationen in Bezug auf spezifische Situationen, neue Fortbildungsräume öffnen etc.)
  • Trotz der Diversität der Organisationen, die sich auf den Aufruf gemeldet haben konnte sich ein produktiver Raum für die Auseinandersetzung entwickeln. Nach einem halben Jahr indem monatlich Treffen stattgefunden haben wurde ein Strategieplan ausgearbeitet, der weiterhin ergänzt werden soll.

b. Aktuelle Mitglieder

16 Organisationen :

  • Alianza Cívica,
  • Caritas,
  • CEPAZ (Colectivo de Educación para la Paz),
  • Centro de Derechos Humanos Fray Barolomé de las Casas,
  • Centro de Derechos Humanos Fray Pedro Lorenzo de la Nada,
  • Centro de derechos de la Mujer
  • CIEPAC (Centro de Investigaciones Económicas y Políticas para la Acción Comunitaria)
  • CIAM (Centro de Investigación y Apoyo a la Mujer)
  • COFEMO (Colectivo Feminista Mercedes Olivera)
  • CORECO (Comisión para la Reconciliación Comunitaria)
  • DESMI (Desarrollo Económico y Social de los Mexicanos Indígenas)
  • EDUPAZ
  • Enlace, Capacitación y Comunicación (Ocosingo y Comitán)
  • PROPAZ (Plataforma Suiza para la Paz en Chiapas)
  • SERAPAZ (Servicios y Asesoría para la Paz)
  • SIPAZ (Servicio Internacional para la Paz)

Es wurde keine permanente organische Struktur geschaffen, sondern vielmehr wurden die Aufgaben nach dem Rotationsprinzip verteilt und übernommen (Moderation und Protokoll der Treffen) oder mit den konkreten Bedürfnissen abgestimmt (z.B. für die Treffen entlang von Kommissionen wie Logistik, Moderation, Protokoll, etc.).

Es werden mindestens alle zwei Monate Treffen abgehalten, jedes Mal mit genügend Raum für eine gemeinsame Analyse.

c. Vision

Positionierung angesichts der Realität

  • Wir sind unabhängig gegenüber der Regierung und stehen dieser kritisch gegenüber
  • Wir sind ein ziviler Akteur der lokale und regionale Akteure stärken will

Prinzipien und Werte

Den konstruktiven Dialog unter den Prinzipien von Respekt, Würde und Transparenz fördern, der Friedliche Lösungen angesichts des Konflikts schaffen kann.

d. Auftrag

Der ursprüngliche Auftrag wurde folgendermaßen definiert: „Zur Konstruktion eines Friedensprozesses und der Versöhnung in Chiapas aus der Zivilgesellschaft heraus beitragen, im besondern in Bezug auf die indigenen und bäuerlichen Gemeinden.“

Heute ist die Formulierung folgende: Als Friedensnetzwerk, wollen wir Prozesse innerhalb der sozialen Bewegung mit Frauen und Männern für einen wahren Frieden in Chiapas und Mexiko stärken.

e. Allgemeine Ziele

Das generelle Ziel ist “ Zur Konstruktion eines Friedens mit Gerechtigkeit, Würde und Gleichheit in Chiapas und Mexiko, im Besonderen in den indigenen und bäuerlichen Gemeinden beizutragen. Spezifische Ziele werden aktuell noch diskutiert aber um besser verstehen zu können auf welche Bereiche sich die Arbeit konzentriert, können die Ziele genannt werden, die bis zum heutigen Datum formuliert wurden:

  • Räume des Dialogs und der Zusammenkunft in den indigenen und bäuerlichen Gemeinden und Organisationen anstoßen.
  • Im Wiederaufbau des sozialen Netzes der Gemeinden und der Gesellschaft im Allgemeinen kollaborieren.
  • Ein Methodologie ziviler und friedlicher Konfliktlösung anwenden, wieder aneignen und aufbauen.
  • Die Autonomieprozesse der indigenen Gemeinden unterstützen.
  • Zur Ausbildung und Formierung der Zivilgesellschaft im allgemeinen beitragen
  • Prozesse der Verbindung und Sichtbarmachung indigener Organisationen mit konkretem Werkzeug für die Analyse y friedlicher Konfliktlösung stärken

f. Schon realisierte Arbeits- und Aktionsbereiche

Der Schwerpunkt der Arbeit lag in der Durchführung von Treffen:

  • Vier Treffen zu Erfahrungen in Bezug auf Versöhnung und Frieden (jedes Jahr eines seit Gründung des Netzwerks) erlaubten uns sowohl Konfliktlösungsmethoden der indigenen Gemeinden selbst herauszuarbeiten als auch mit anderen Erfahrungen und Werkzeugen zu arbeiten.
  • Ein Forum zu Autonomie im August 2003

Es wurde damit begonnen eine Diagnose der verschiedenen Konflikte in den unterschiedlichen Zonen des chiapanekischen Staates zu machen. Auf allen Sitzungen (alle zwei Monate) wird eine Analyse der gegenwärtigen Situation durchgeführt

Wir haben die Anstrengung unternommen Synergien zu fördern. 2002 konnten auf einem Markt der Möglichkeiten alle, die im Netzwerk beteiligten Organisationen ihre Arbeit und die Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen (auch Material, was für andere interessant und hilfreich hätte sein können wurde mit einbezogen.

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